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Gesundheit in der Kapsel? Was Vitamin-Pillen wirklich bringen

Darf’s noch etwas Vitamin sein?

Eine große Portion D, gewürzt mit einer anständigen Prise C, abgeschmeckt mit einem Hauch A und serviert mit einer dicken Scheibe B-Komplex. Gerade jetzt im Winter verkaufen sich Vitamin-Pillen wie, tja, geschnitten Brot. Zu Recht?

Fettlösliche Vitamine

Grundsätzlich gilt: Die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K kann der Körper über mehrere Monate speichern. Wer regelmäßig für Nachschub sorgt, braucht also keine Pillen. Vitamin D bildet der Körper mithilfe von Sonnenlicht. Wer im Sommer genug davon abbekommen hat, kommt mit den Reserven gut bis zum Frühjahr durch.

Vitamin A, wichtig für gesunde Augen und reine Haut, steckt in gelbem Gemüse wie Karotten und Süßkartoffeln. Vitamin E gehört zu den Antioxidantien und gilt als Beauty-Vitamin. Fleisch, Fisch und Eier enthalten besonders viel.

Vitamin K kontrolliert die Blutgerinnung und aktiviert die Knochenbildung. Wer regelmäßig grünes Blattgemüse und Geflügel zu sich nimmt, ist gut versorgt.

Wasserlösliche Vitamine

Dazu zählen Vitamin C sowie der ganze B-Komplex. Der Körper kann sie nicht bzw. nur kurz speichern. Ausnahme: Vitamin B12, das bis zu ein Jahr lang u. a. in den Muskeln gespeichert wird. Alle anderen sollten täglich zugeführt werden. Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Fleisch (v. a. Innereien), Fisch, Eier, Milch, Nüsse und Gemüse wie Spargel, Spinat und Kartoffeln sind besonders reich an B-Vitaminen – wichtig für starke Nerven und einen aktiven Stoffwechsel.

Vitamin C tanzt wieder etwas aus der Reihe. Zwar ist es wasserlöslich, kann aber in der Milz gespeichert und sogar vom Körper recycelt werden – allerdings braucht er nach spätestens zwei Wochen wieder Nachschub. Gute Quellen sind Grünkohl, Rosenkohl, Brokkoli, Paprika, Zitrus- und Beerenfrüchte.