Neue Studie: SO gefährlich ist Aluminium im Deo wirklich!

Untersuchungen an 209 Brustkrebspatientinnen liefern neue Hinweise

Seit Jahren wird darüber diskutiert, ob die in vielen Deos enthaltenen Aluminiumsalze (Aluminiumhydroxychlorid oder -chlorhydrat) die Entstehung von Brustkrebs fördern. Wissenschaftler der Medizinischen Universität Innsbruck haben nun eine neue Studie in der Fachzeitschrift „EBioMedicine“ veröffentlicht, die alarmierende Erkenntnisse liefert.

Aluminiumsalze fördern Brustkrebs - Mythos oder Fakt?

Bereits 2001 stellten Forscher fest, dass Brustkrebs häufig in der Achselhöhle auftritt. 2007 entdeckten die Wissenschaftler ebenfalls eine erhöhte Konzentration von Aluminium in Brustkrebs-Tumoren fest. Seitdem liegt die Vermutung nahe, dass die Verwendung aluminiumhaltiger Deos im Bereich der Achseln die Erkrankung von Brustkrebs fördern könnte.

Noch immer ist die Faktenlage nicht eindeutig, dennoch liefert die Studie der Medizinischen Universität Innsbruck jetzt neue Ergebnisse.

Bewiesen: Verwendung von aluminiumhaltigen Deos kann Brustkrebs-Risiko erhöhen!

Die Untersuchungen an 209 Patientinnen mit Brustkrebs und einer gleich großen Kontrollgruppe von Frauen in demselben Alter ohne Krebserkrankung unter der Leitung von Professor Hanno Ulmer belegt, dass die sehr häufige, mehrmals tägliche Verwendung von aluminiumhaltigen Deos im jungen Lebensalter die Gefahr an Brustkrebs zu erkranken erhöhen kann.

In Rahmen der Studie wurde unter anderem bei 100 der befragten Brustkrebspatientinnen Gewebeproben entnommen. Gleichzeitig wurde auch das Gewebe von 52 gesunden Teilnehmerinnen analysiert.

Auch wenn von allen befragten Frauen nur sechs Prozent zu dieser Gruppe mit sehr häufiger Nutzung gehören, sind unsere Auswertungen statistisch signifikant,

erklärte Erstautorin Caroline Linhart von der Sektion für Medizinische Statistik und Informatik.

Studien-Leiter Hanno Ulmer: „Wir können keine Entwarnung geben“

Als weiteres Hauptergebnis der Studie wird außerdem angegeben, dass Frauen mit Brustkrebs eine signifikant höhere Aluminiumkonzentration im Brustgewebe aufweisen, als gesunde Frauen der Kontrollgruppe - vor allem Frauen mit Tumoren in Achselnähe.

Noch können und wollen die Innsbrucker Wissenschaftler aber nicht von einem definitiven Beweis sprechen, dass Aluminiumsalze Krebsauslöser sind.

Als Forschungsergebnis hält Leiter Hanno Ulmer fest:

Wir können keine Entwarnung geben, was die Verwendung von Deodorants mit Aluminiumsalzen angeht.

Besonders bei verletzter Haut ist Vorsicht geboten!

Die Wissenschaftler raten davon ab, Kosmetika mit Aluminium im jungen Lebensalter übermäßig zu verwenden. Besonders bei verletzter Haut (zum Beispiel direkt nach der Rasur) ist Vorsicht geboten. 2012 schon hatte der französische Forscher Alain Pineau Aluminium-Deos an Hautproben getestet und dabei festgestellt, dass durch eine leicht verletzte Haus sechs Mal mehr Aluminium in den Körper gelangt, als bei einer unbeschädigten Haut.

Glücklicherweise haben in den letzten Jahren immer mehr Kosmetik-Konzerne auf die gesundheitliche Bedrohung von Aluminiumsalzen reagiert. Mittlerweile ist die Auswahl von Deos ohne die vermeintlichen Krebsauslöser gigantisch.

Beim nächsten Drogerie-Einkauf also vielleicht auf Nummer sicher gehen und einfach mal ein Deo ohne Aluminiumsalze testen.

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Wirst du trotz der alarmierenden Studienergebnisse weiterhin aluminiumhaltiges Deo verwenden?

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