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Natalie Portman im OK!-Interview
JAN 27

Natalie Portman im OK!-Interview

Und jetzt ein Baby!

Schauspielerin Natalie Portman spricht mit OK! über ihre Familienplanung und verrät, warum sie panische Angst vor Nacktszenen hat.

Alles dreht sich nur um die Liebe. Zumindest in Natalie Portmans neuem Film „New York, I Love You“. Der Episodenfilm nach dem Vorbild von „Paris, je t’aime“ erzählt in elf Kurzgeschichten von der Suche nach dem oder der Richtigen. Im wahren Leben war die Suche der 28-Jährigen jetzt auch endlich erfolgreich. Die Schauspielerin ist seit Herbst mit dem 32-jährigen Choreografen Benjamin Millepied liiert. Es scheint ernst zu werden – Familie nicht ausgeschlossen? Mit uns sprach sie über Muttergefühle und ihre ­Pläne für die Zukunft …

In Ihren Filmen haben Sie schon häufig Mütter verkörpert. Ist das für Sie ein komisches Gefühl?
Überhaupt nicht. Ich habe schon Mütter und auch Schwangere gespielt. Ich mag Babys sehr.

Können Sie mütterliche Gefühle verstehen?
Ganz leicht sogar. Denn meine Mutter war eine richtige Mama. Sie ist so eine warme Person, die sich immer um mich gekümmert hat. Sie ist mein Vorbild. Ich werde ganz sicher versuchen, ihr irgendwann nachzueifern, denn eines Tages möchte ich auf jeden Fall selbst eine Familie. Aber keine Sorge, einen genauen Zeitplan habe ich noch nicht dafür.

Nach welchen Prinzipien haben Ihre Eltern Sie erzogen?
Sie haben mir vor allem zwei Dinge beigebracht: Erstens: Ganz wichtig ist Gemeinschaftsdenken. Wir haben immer über die Not anderer Leute gesprochen – und wir waren und sind immer auf der Seite der Unterdrückten. Wir lebten wie in einem Kommunistenhaushalt! (lacht) Und das zweite ist Bildung. Die Schule kam immer an erster Stelle. „Nichts zählt mehr als gute Noten!“ – mit diesem Motto bin ich groß geworden.

Wie man mit 13 Jahren Filmstar wird, hat man Ihnen auf der Schule aber bestimmt nicht beigebracht …
Na ja, so wild war das auch nicht. Meine Eltern haben mich immer sehr beschützt. Als es damals den großen Rummel um „Léon, der Profi“ gab, waren sie regelrecht geschockt. Aber ich blieb das brave, fleißige Mädchen aus der Vorstadt. Mit Drogen kam ich zum Beispiel nie in Berührung. Keiner hat sie mir jemals angeboten, ich habe nicht mal welche gesehen.

Kommen Sie schon!
Sie haben es nie richtig krachen lassen?
Natürlich erst, als ich alt genug war, also ungefähr mit 16. (schmunzelt) Ich bin um die Häuser gezogen, auf Partys gegangen, habe mich betrunken und dumme Dinge gemacht.

Davon haben wir gar nichts mitbekommen.
Weil mich die Presse aus irgendeinem Grund respektiert hat, ich weiß selbst nicht warum. Es gibt kein einziges Paparazzi-Foto von mir aus dieser Zeit. Nicht mal als ich am College war, hat man mich belästigt. Ich hatte immer den Respekt der Presse – ein totaler Glücksfall.

Sie haben nach dem College einen Abschluss in Psychologie gemacht. Können Sie jetzt andere Menschen therapieren?
So weit habe ich es nicht geschafft. Dafür hätte ich noch länger studieren müssen. Ich habe bloß zwölf Psychologie-Seminare belegt. Ich könnte mir auch nicht vorstellen, in einem Büro zu sitzen und täglich meinen Patienten zuzuhören.

Sie gelten als Schauspielerin mit Köpfchen. Ihre Kollegen und guten Freunde Jake Gyllenhaal und Tobey Maguire haben das bestätigt
Sehr nett von den beiden! (lacht) Aber ich bin mir nicht sicher, ob das stimmt. Ich kann Ihnen sogar garantieren, dass ich nicht zu den intelligentesten Schauspielerinnen der Welt zähle.

Im Moment sind ja auch ganz andere Fähigkeiten von Ihnen gefragt: Sie drehen gerade den Thriller „Black Swan“ – darin spielen Sie eine Balletttänzerin …
Ich habe Ballett getanzt, bis ich 13 war. Ich dachte, ich würde das heute noch ganz gut beherrschen. Aber als ich dann für den Film trainierte, merkte ich erst, wie schlecht ich inzwischen geworden bin.

Nicht Ihre einzige Herausforderung in diesem Film. Im Drehbuch steht auch eine lesbische Liebesszene.
Ich weiß. Ich habe auch wahnsinnige Angst ­davor. Momentan lebe ich deswegen in einem Zustand des inneren Terrors.

Wieso das denn? Sie hatten 2007 doch auch schon eine Nacktszene in Wes Andersons Kurzfilm „Hotel Chevalier“!
Was auch in Ordnung ging, weil das sehr geschmackvoll umgesetzt wurde. Abgesehen davon hat man mich nicht ganz nackt gesehen. Mein Problem ist, dass einzelne Bilder aus dem Kontext des Films gerissen und ins Internet gestellt werden. Eigentlich ist Nacktheit ja etwas ganz Natürliches und ich bin auch nicht prüde – nur in einem Film kann sie eben ablenken. Bei „Black Swan“ konnte ich trotzdem nicht Nein sagen. Das Projekt ist eine Riesenchance für mich, etwas Neues von mir zu zeigen. Ich kann nicht immer nur brave Mütter spielen. Das mache ich im realen Leben noch früh genug!

T. P. Sheehan 

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