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GNTM - Stefanie leidet unter seltenem Kartagener-Syndrom

Was bedeutet die lebensbedrohliche Krankheit für ihre Model-Karriere?

Bereits in der vergangenen Woche gab es bei "Germany's Next Topmodel" eine schockierende Nachricht. Kandidatin Stefanie Giesinger, 17, verriet unter Tränen, dass sie an einer lebensbedrohlichen Erbkrankheit leidet, dem sogenannten Kartagener-Syndrom. 

Eine jahrelange Leidensgeschichte

"Ich habe eine Krankheit, die zuerst kein Arzt herausgefunden hat. Ich wurde sogar immer wieder zum Psychologen geschickt. Mir ging es total schlecht, ich behielt kein Essen bei mir. Musste jeden Tag erbrechen", erklärte die Schülerin aus Kaiserslautern in Anwesenheit ihrer Konkurrentinnen

Doch was genau ist das seltene Kartagener-Syndrom? Bei der angeborenen Krankheit handelt es sich um einen Defekt, der mit verdrehten und spiegelbildlich vertauschten Organen einhergeht. So kann etwa das Herz in der rechten statt der linken Brustseite liegen, medizinisch Situs inversus, das bedeutet "verdrehte Lage". Das Kartagener-Syndrom ist sehr selten, in Deutschland leben nur rund 4000 Betroffene.

"Mein Magen war kurz vorm Absterben"

Bei der jungen Stefanie blieb die Krankheit bis ins Teenageralter unentdeckt. Lange tat man ihre Beschwerden wie ständiges Erbrechen als Essstörung ab, was der 17-Jährigen schon als Kind schwer zu schaffen machte: "Mein ganzes Leben lang wurde ich als Bulimie-krank eingeschätzt."

Erst mit 13 Jahren, als sie einen weiteren Zusammenbruch erlitt, wurde im Krankenhaus die richtige Diagnose gestellt. "In meinem Bauch lag alles falsch. Alle Organe. Mein Blinddarm liegt zum Beispiel unter den Rippen. Mein Magen ist völlig verdreht, sodass kein Essen durchkommt. Die Nahrung staut sich und deswegen musste ich mich immer übergeben", so Stefanie. Damals wäre die Schülerin fast gestorben: "Mein Magen war kurz vorm Absterben. Die haben mich gerade noch so retten können."

Heute ist sie "geheilt"

Heutzutage kann die Modelanwärterin gut mit der Krankheit leben. Ist die Lage der Organe erst mal berichtigt, dürfte später keine Verschlechterung mehr eintreffen. Und auch Stefanie erklärt: "Ich bin heute geheilt und kann das Leben genießen." 

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