Historischer Handschlag zwischen Obama und Castro

Die verfeindeten Staatschefs reichen sich bei Mandelas Trauerfeier die Hände

Tausende Menschen sind heute in Gedenken an den Freiheitskämpfer Nelson Mandela († 95) nach Südafrika gepilgert. Im FNB-Stadion in Johannesburg kamen Bewunderer aller Nationen zusammen, um sich von dem Friedensnobelpreisträger zu verabschieden. 

Unter den Gästen waren viele prominente Gesichter wie die Südafrikanerin Charlize Theron, 38, Top-Model Naomi Campbell, 43, oder US-Sänger Bono, 53. 

Für den wirklich denkwürdigen Augenblick des Abends sorgte aber US-Präsident Barack Obama, 52, der im Stadion auf Kubas Präsident Raúl Castro, 82, traf. Am Rande der Trauerfeier für den Anti-Apartheidskämpfer schüttelte Obama dem Bruder des langjährigen Staatschefs Fidel Castro, 87, die Hand. 

Der amerikanische Präsident wolle dies als Zeichen seines guten Willens verstanden wissen, sich Feinden der USA anzunähern, sagte ein US-Regierungsvertreter. Die Beziehungen zwischen den USA und dem sozialistischen Kuba sind seit Jahrzehnten angespannt. Washington hält seit mehr als 50 Jahren eine Wirtschaftsblockade gegen den Inselstaat aufrecht.

Nach der Trauerfeier wird Mandela in einem Gebäude in Pretoria aufgebahrt, wo er 1994 als erster Schwarzer den Eid für das Präsidentenamt leistete. Der Friedensnobelpreisträger soll am Sonntag in seiner Heimatstadt Qunu in der Provinz Ostkap beerdigt werden.