Wird Tom Hardy der nächste Bond?

Nachfolger für Daniel Craig gesucht

Der nächste Bond kommt bestimmt - genauer Ende 2018. Wer wird der Nachfolger von Daniel Craig? Tom Hardy ist heißer Anwärter.

Es ist so sicher wie das Amen in der Kirche: der nächste Bond kommt bestimmt. Genauer Ende 2018 – dann kommt James Bond Numero 25 in die Kinos. Und ja, tatsächlich – im Vorspann-Tunnel wird wieder die Silhouette von Daniel Craig, 48, zu sehen sein. Und danach? Tom Hardy, 39, brachte sich nun selbst ins Gespräch. Wer es auch wird, derjenige hat hohe Erwartungen zu erfüllen.

Klassiker der Popkultur: der blutige Bondtunnel leitet in jedem 007-Film den Übergang vom Vorspann in die Handlung ein. Welches neue Gesicht nach dem 25ten Bondfilm durch den Vorspann-Tunnel schießen darf, ist noch nicht klar.

Eins ist schon mal klar: zum fünften Mal wird der Brite Daniel Graig im Dienste der Majestät am Start sein. Das ist sicherlich mehr als ein „Quantum Trost“ für alle eingefleischten Daniel Craig- und 007-Fans. Die Panikschübe, die seit dem letzten James-Bond-Film „Spectre“ die Bond-Filmbosse und-macher über sich ergehen lassen mussten, weil Craig nach vier 007-Filmeinsätzen ganz martialisch herausposaunte, er würde sich lieber die Pulsadern aufschneiden als noch einmal den britischen Agenten spielen zu müssen, sind erstmal vorbei. Vorerst!

Craig hat definitiv Bock auf den nächsten Bond

Denn Craig dachte sich wohl „Sag niemals nie“. Er relativierte seine blutrünstige Aussage dann doch noch und betonte, dass er sich auf eine weitere Zusammenarbeit mit Regisseur Sam Mendes – Amercican Beauty (1999), Charly und die Schokoladenfabrik (2013), Skyfall (2012), Spectre (2015) – freue:  „Ich bin noch für einen weiteren unter Vertrag - aber ich werde keine Vorhersagen machen. Wenn man bei einem Film dieser Größe mit Sam Mendes aber nicht aufgeregt ist, dann kann man auch nach Hause gehen", sagte er dem „Event“-Magazin der „Mail on Sunday“ in einem Interview.
Dann im Herbst 2016 auf dem New-Yorker-Festival die klare Ansage: James Bond zu spielen sei für Daniel Craig der beste Job der Welt, sagte er und erklärte: „Wenn ich damit aufhören würde, würde ich das furchtbar vermissen“.

Daniel Craig als Bond vor der finalen Poker-Runde in „Casino Royale“ (2006).

Und was ist mit Bond Nummer 26?

Das lässt sich natürlich leicht sagen - 150 Millionen Dollar für zwei Bond-Filme sollen ihm wohl geboten worden sein. Das berichtet zumindest die Promi-News-Seite Radar Online. Bisher ist aber nur ein weiterer Bondfilm laut IMDb definitiv mit Craig fix. Wer wird aber über 2018 hinaus in die Rolle des Agenten und  Womanizers mit der „Lizenz zum Töten“ schlüpfen?
Ganz oben auf der Liste: Tom Hardy, der sich nun selbst ins Gespräch brachte. Es wäre fantastisch, unter der Regie von Christopher Nolan James Bond zu mimen, sagte der Brite im Interview mit „The Daily Beast“. „Nolan sei „ein fantastischer Regisseur für einen Bondfilm“ –   „Wow, das wäre so cool“, so Hardy, „das wäre so cool“.
Anderseits ist der Schauspieler Profi genug, um zu wissen, dass sobald man über so etwas spreche, man automatisch aus dem Rennen für die heißbegehrte Rolle sei. „Daher kann ich das unmöglich kommentieren, wenn ich das sage, ist die Chance vertan“, sagte der Schauspieler. Zudem liege die Messlatte mit Daniel Craig aber auch für alles Nachfolgende hoch, relativierte Hardy weiter.

James Bond – Ikone der Popkultur

Wo er Recht hat, da hat er Recht. Die Messlatte hat Daniel Craig tatsächlich sehr hoch angelegt. Andererseits musste sich Craig auch erst mal als würdiger Bond-Darsteller beweisen.
Nach Sean Connery (86) – der als Ur-Bond in sieben Filmen die Bond-Coolness-Grundlagen setzte, dem glücklosen George Lazenby (77) – der nur einmal im „Dienst ihrer Majestät“ stand, nach Roger Moore (89) – der es auch auf sieben Filme schaffte, Timothy Dalton (70)– der nach nur zwei Filmen keine Lust mehr hatte, und Pierce Brosnan (63)– der bis dahin nach vier Filmen zum finanziell erfolgreichsten Bond-Darsteller aufstieg, war Daniel Craig seit 1962 der sechste Bond.

Kein einfaches Erbe, denn die Figur des charismatischen Agenten, der teure Sportwagen fährt, die heißesten Frauen klar macht, als Spion so nebenher die Welt rettet, gerne mal einen oder mehrere Wodka Martini schlürft – natürlich geschüttelt und nicht gerührt –  ist für die männliche Zielgruppe  – total Schnuppe, welches Alter – das Lifestyle-Vorbild.

Egal, ob Kleidung, die typischen Spion-Gadgets, die teuren Sportwagen, Accessories, die Drinks – eins ist definitiv klar: James Bond hat Stil, Charme –  okay, auch latente Macho-Anwandelungen, aber na und! Wie dem auch sei: es  ist nicht verwunderlich, dass auch jeder James-Bond-Darsteller zu einer Ikone der Popkultur wird und jeder Schauspieler davon träumt Bond zu spielen. Das schaffte Craig mühelos.

Craigs Bilanz

Mehr noch, er übertraf  definitiv alle Erwartungen. Gleich schon in seinem ersten Bond-Film „Casino Royale“ (2006) konnte er mit hohem Coolness-Faktor punkten und löste einen regelrechten Poker-Kult aus: nach der Pokerturnier-Szene, in der der MI6-Agent gegen Bösewicht Le Chiffre im „Casino Royale“ in Montenegro spielte, verbrachten nicht nur die echten Hardcore-Bond-Fans, um das ultimative Bond Feeling zu haben, den ein oder anderen Abend im Casino.
Die Handlung seines zweiten Bond-Films „Ein Quantum Trost“ (2008) schloss unmittelbar an Casino Royal an. Für die Bond-Franchise-Reihe total ungewöhnlich.
„Skyfall“ (2012), sein dritter Einsatz wurde dann zum erfolgreichsten Blockbuster der James-Bond-Reihe: er spielte über 1,1 Milliarden Dollar und wurde mit zwei Oscars und einem Golden Globe prämiert.

Der letzte Bond „Spectre“ (2015) mit Christoph Walz als Bösewicht war trotz seiner grandiosen Action-Sequenzen Story-technisch etwas schwach auf der Brust. Konnte also die ersten drei Craig-Bonds nicht toppen. Egal, unterm Strich sind sich trotzdem alle Bondexperten einig: Craig  verlieh der Bondfigur eine eigene persönliche Note. Er machte Bond erstmals zum mehrdimensionalen Charakter und legte seine Abgründe offen:  skrupellos, stahlhart, eiskalt und brutal – auch gegen sich selbst, aber auch emotional und mit menschlichen Schwächen. Daneben glaubwürdiger Killer und Ladykiller mit charismatischer Ausstrahlung und schelmischen Lächeln. Und darüber hinaus überzeugte er mit durchbohrenden Blick, markanten Gesichtszügen und einem durchtrainierten Körper in allen Actionszenen. Aber auch nicht zu vergessen: sein Humor in allen Lagen: charmant, ironisch, sarkastisch, zynisch. Kurz: Daniel Craig verkörpert Bond in Perfektion.

Einst ist also klar, wer auch immer nach Craig die Rolle des britischen Spions übernimmt, es wird schwierig.