Fake-Justin-Bieber lockt über 900 Kinder in die Sex-Falle

"Ausmaß der Angriffe ist entsetzlich": 42-jähriger Uni-Dozent köderte Kids mit dem Mädchenschwarm

Er gab sich im Netz als Justin Bieber, 23, aus und erschlich sich so das Vertrauen hunderter Kinder. Nun wurde dem 42-Jährigen das Handwerk gelegt. Dem Universitätsmitarbeiter Gordon Douglas C. aus Australien werden über 900 Missbrauchs-Fälle vorgeworfen. Der Jura-Dozent von der Queensland University of Technology in Brisbane hatte es auf die "Belieber", die Anhänger des Pop-Stars, abgesehen. Auch Opfer in Deutschland sind möglich. 

Wie viele Fans lockte der falsche Justin Bieber in die Falle?

"Das Ausmaß der Angriffe ist entsetzlich", so Polizeisprecher Jon Rouse. Gegen Gordon Douglas C. wurde nun wegen des sexuellen Missbrauchs von Kindern übers Internet in mehr als 900 Fällen Anklage erhoben. Der Mann, der mit Glatze und fast 20 Jahren Altersunterschied eklatant wenig Ähnlichkeit mit dem Popstar hat (zum Foto), hatte sich nach Polizeiangaben über Skype und Facebook jahrelang als Biebs ausgegeben. Auf diese Weise gelang es ihm, Kinder dazu zu bringen, ihm einschlägige Fotos zuzuschicken oder auch für ihn zu posieren. Wie viele Belieber lockte er noch in die Falle?

Über 900-facher Kindesmissbrauch

Der Mann, der an der Queensland University of Technology in Brisbane an der australischen Ostküste Jura unterrichtet, war nach ersten Hinweisen bereits im November festgenommen worden. Bei der Durchsuchung seines Computers wurde dann weiteres belastendes Material sichergestellt, das noch viel schlimmer ist. Die Anklage wurde nun um 931 weitere Fälle erweitert: Unter anderem wird ihm auch Vergewaltigung und Besitz kinderpornografischen Materials zur Last gelegt.

Fielen ihm auch Belieber in Deutschland zum Opfer?

Nach Angaben der Ermittler missbrauchte er als falscher Justin Bieber sowohl Mädchen als auch Jungen. Offenbar trieb der Mann bereits seit mindestens 2007 sein Unwesen im Internet. Auf seine Spur kamen die Ermittler durch Hinweise aus den USA und Deutschland - möglicherweise sind unter den Opfern also auch Kinder aus der Bundesrepublik. Der Polizei zufolge stammten mehr als 50 Kinder aus den USA und sechs aus Australien. Sie machte keine Angaben dazu, woher die anderen Kinder kamen.

Polizei warnt Eltern

Der Polizeisprecher Rouse mahnte Kinder und Eltern, vorsichtiger zu sein. "Die Tatsache, dass so viele Kinder geglaubt haben, dass sie tatsächlich mit einem Star sprechen, zeigt, dass wir noch einmal darüber nachdenken müssen, wie unsere Gesellschaft Kinder zu Online-Sicherheit erzieht."

Justin Bieber selbst hat sich noch nicht dazu geäußert, dass ein Krimineller mit seiner Identität Kinder missbrauchte. 

Justin Bieber im Video: