Orkantief Sebastian: Hier wird es in Deutschland heute richtig gefährlich!

Sturmflut, Starkregen, Orkanböen: Der Herbststurm ist größer als Hurrikan "Irma"

Auch in den norddeutschen Großstädten müssen sich die Bürger auf heftige Sturmböen gefasst machen. 

Der erste Herbststurm steht kurz bevor - und er droht heftig zu werden! Tief "Sebastian" ist im Anmarsch - und hat teils Orkanböen bis zu 150 km/h im Gepäck. Wo es heute in Deutschland besonders stürmisch und sogar gefährlich wird: 

"Sebastian" fegt mit bis zu 150 km/h über Deutschland hinweg

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt aktuell eine amtliche Warnung vor Sturm- und sogar Orkanböen heraus. Nach Angaben des DWD sind neben Hamburg, Schleswig-Holstein besonders Niedersachsen und Bremen betroffen. Auch die Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns bekommt Sturm ab. Am heftigsten wird es jedoch offenbar auf den Nordfriesischen Inseln, wo Orkanböen bis zu 150 km/h erwartet werden. Die ersten Fährverbindungen auf der Nordsee wurden eingestellt. 

Selbst im Gebiet um Hamburg herum erreichen die Böen jedoch teilweise bis zu 100 km/h, wie eine aktuelle Karte zeigt:


©DWD, Stand 12:44 Uhr: Diese Karte des Deutschen Wetterdienstes macht deutlich, wo es heute am windigsten wird.
Besonders betroffen von den Unwetterwarnungen ist der Norden Deutschlands, insbesondere der Nordwesten. 

Wo wird es am stürmischsten?

Schwere Sturmböen sind in Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern zu erwarten. Je weiter es gen Nordwesten geht, desto heftiger wütet "Sebastian": Im Festland von Schleswig-Holstein rechnen die Experten mit orkanartigen Böen, auf den Nordfriesischen Inseln sogar mit Orkanböen. Doch auch die Mitte und der Süden Deutschlands wird nicht verschont. Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net: "In den Mittelgebirgen bläst der Wind bereits mit bis zu 120 km/h.“

Ausnahme: Der Südosten Deutschland dürfte kaum etwas von "Sebastian" mitbekommen. 


©DWD.de

Wann wird es am heftigsten?

Zum Mittag erreicht das Sturmzentrum die Deutsche Bucht – der Deutsche Wetterdienst rechnet dort mit bis zu sieben Meter hohen Wellen. Der DWD warnt auch vor einer Sturmflut im Norden Deutschlands. In der zweiten Tageshälfte dürfte der "Höhepunkt" erreicht werden, während der Wind nachts wieder abflauen soll. 

Diese Gefahren bringt Sturmtief "Sebastian" mit sich!

Die Experten warnen in Norddeutschland vor umstürzenden Bäumen und herumfliegenden Dachziegeln. Auch in Großstädten wie Bremen, Hamburg und Kiel gilt es, Balkonmöbel und Blumenkästen zu sichern, damit umherfliegende Gegenstände nicht zum lebensgefährlichen Risiko für Passanten werden. Der Orkan könne sogar eine reale Gefahr für Leib und Leben werden, betont der Meteorologe Jung.

Da die meisten Bäume noch ihr dichtes Laubkleid tragen, kann das regional für umgestürzte Bäume und Äste sorgen. Gerade bei Fahrten durch Waldgebiete sollte man daher heute sehr vorsichtig sein.

Dominik Jung von Wetter.net warnt vor Orkantief Sebastian

Hier regnet es am meisten

Neben den starken Winden hat Sebastian starke Niederschläge im Gepäck. "Ein starkes nahezu stationäres Regenband wird sich ab heute Nachmittag und Abend vom Saarland über Rheinland-Pfalz und Hessen bis nach Thüringen entwickeln", so der Wetterexperte. Dabei rechnet der Diplom-Meteorologe mit Niederschlägen zwischen 50 und 70, vereinzelt auch bis zu 80 Litern pro Quadratmeter.

"Sebastian" ist vom Durchmesser größer als Hurrikan "Irma"!

Vom Durchmesser gesehen ist Orkantief Sebastian noch ein Stück größer als der Hurrikan Irma der vor einigen Tagen die Karibik und Florida getroffen hat,

gibt Dominik Jung zu bedenken. Hoffentlich ist "Sebastian" nicht ganz so zerstörerisch ... Seht hier ein Video dazu:

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