Traurige Gewissheit: „Schwer verliebt"-Kandidatin Sarah H. ist tot

Obduktion bestätigt den schlimmen Verdacht - Bekannte: „einem Seelenfänger in die Hände geraten"

Die Spekulationen wurden nun bestätigt: Sarah H., Kandidatin aus „Schwer verliebt Sarah H. wurde auch in der Kuppelshow als Barbie-Fan portraitiert. Axel G. fotografierte sie so in seinem Haus in Alt Rehse.  Sarah H. vor vier Jahren in „Schwer verliebt Sarah H. lebte damals noch bei ihren Eltern. 

Nach dem Fund einer Frauenleiche in einem Haus in Mecklenburg-Vorpommern besteht jetzt die traurige Gewissheit: Sarah H. ist tot. Das teilte nun die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg nach Abschluss der molekulargenetischen Untersuchung mit. Die 32-Jährige war durch die Sat.1-Show „Schwer verliebt“ bekannt geworden, wurde seit Wochen jedoch vermisst. 

Nach dem Mord an Sarah H.: 51-Jähriger in Untersuchungshaft

Berichten der „Rhein-Zeitung" und der „Bild" zufolge war bereits vermutet worden, dass es sich bei der stark verwesten Leiche, die am 9. August in einem Haus in Alt Rehse gefunden wurde, um Sarah H. handelt (OK! berichtete). Als Tatverdächtiger gilt Axel G., ein 51 Jahre alter Mann. Er sitzt in Untersuchungshaft. Gegen ihn wird wegen Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt.

Anwohner in Alt Rehse vermissten seit Wochen eine jüngere Frau, die etwa für ein halbes Jahr zeitweise bei dem Mann gewohnt haben soll. Sarah H. habe zwischenzeitlich sogar in einem Frauenhaus Hilfe gesucht, wurde von den Nachbarn zuletzt im Juni gesehen. 

Der Computerfachmann war der „Rhein Zeitung" zufolge im Dorf bekannt, da er häufig Nachbarn mit Musiklärm nervte, manche sogar bedrohte und sich immer sonderlicher verhielt. Polizeiangaben zufolge konnte einmal nur knapp verhindert werden, dass Axel G. sein Haus anzündete. 

Verstörende Facebook-Einträge des mutmaßlichen Mörders

Nach Recherchen der Lokalzeitung soll der Mann immer mehr durch „undurchsichtiges und aggressives Verhalten" aufgefallen sein. Diverse irritierende Facebook-Einträge zeugen von der Verwirrtheit des Mannes: So postete Axel G. Verbal-Angriffe auf Polizisten, Verschwörungstheorien, Reichbürger-Gedankengut, verstörende Videos mit Barbies und dubiose esoterische Inhalte. Auch über Sarah verbreitete der 51-Jährige Absurditäten und beunruhigende Statements. Am 23. Dezember 2015 postete er eine Heiratsurkunde mit Sarah H. nach Recht des deutschen Kaiserreiches laut der Verfassung von 1871".

Axel G.: „Staatsterror gegen mich - sie benutzen Sarah auf übelste Weise"

Als die Barbie-Sammlerin sich zeitweise in einem Frauenhaus befand, schrieb er wortwörtlich:

Sarah wird an unbekanntem Ort Freiheitsberaubt und erpresst. (...) BITTE HELFT SARAH ZU BEFREIEN ...SIE IST NICHT FREIWILLIG DORT. WEISS DAS DIREKT VON Sarah. Hintergrund..
Sarah ist auf meinen Wunsch und Veranlassung dort hin.. Sie war nie gefährdet. Staatsterror gegen mich... Sie benutzen Sarah auf übelste Weise ..
Bitte Ruft an und helft unserer Familie. Beschwert euch.

Die Facebook-Seite von Axel G. ist mittlerweile nicht mehr öffentlich aufrufbar. 

Bekannte des Opfers: „Sarah ist einem Seelenfänger in die Hände geraten"

Doch wie konnte die 32-Jährige überhaupt eine Beziehung mit dem mutmaßlichen Mörder beginnen?

Ich denke, Sarah ist einem Seelenfänger in die Hände gefallen, der eine gnadenlose Gehirnwäsche an ihr ausgeübt hat,

gab Vera Müller gegenüber RTL zu Protokoll. Die Journalistin habe Sarah H. gut gekannt. „Ich glaube, sie hätte alles für diesen Mann getan", so Müller weiter. Die genauen Todesumstände der Kuppelshow-Kandidatin muss nun die Polizei klären.