And the winner is – und bleibt: Denim!

Jeans! Jeans! Jeans!

Seit Jahrzehnten schon ist Denim der Stoff, aus dem die Modeträume sind, aber im Jahr 2015 erlebte der Baumwollstoff sein blaues Wunder: Sämtliche Designer sind der Baumwoll-Ware verfallen – von Gucci bis Yves Saint Laurent, von Chloé bis Anna Sui: Ohne Jeans ging und geht rein gar nichts. Dabei zeigt der einst so derbe Stoff, der vor 170 Jahren für Goldgräber ersponnen wurde, was er heute alles drauf hat: Irre elastisch als Jeggings, mal kräftig als Jacke, mal verführerisch als Jeanskleid. Dabei spielen – modisch gesehen – die Siebzigerjahre die Hauptrolle im Fashion-Zirkus: A-förmige Jeansröcke und mehr oder weniger extreme Schlaghosen sind die Keypieces des Jahres. 

Wer mag, bekommt sogar einen vor den Latz: mit den gleichnamigen Hosen. Die Latzhose, das letzte Mal von Peter Lustig in Löwenzahn mit Grandezza getragen, erlebt ihr Comeback und kann auch sexy: Schön auf Figur geschnitten, mit High Heels und knappen Top hat sie durchaus ihren Charme. Ansonsten – nichts ist unmöglich: Jeans-Blazer, Jeans-Bermudas, Jeans-Weste – ja sogar als Bikini taucht Denim in der ein oder anderen Kollektion auf.

Ein Blick in die modische Zukunft verspricht Verheißungsvolles. Denim everywhere! Wer jetzt schon für die Saison Herbst/Winter 2015/16 shoppen möchte, sollte zu besonders dunklen Waschungen greifen, die nämlich geben künftig den Ton an. Außerdem: Der Total-Denim-Look kommt, also Jeans von Kopf bis Fuß. Und der „Denim Jeans Observer“ vermeldet für kommendes Jahr: viel Patchwork, viele Stickereien, viele Pailletten, viele, viele Aufnäher mit allerlei Motiven.

So finden Sie die perfekte Jeans

An dieser Stelle möchten wir Victoria Beckham (41) zitieren, die nicht nur mit ihrer eigenen Modelinie sehr erfolgreich ist und sich eben auch mit Stil auskennt. In ihrem Style-Ratgeber “That extra half an inch: hair, heels and everything in between” verrät sie, wie frau die perfekt sitzende Jeans für sich findet.

  1. Ehrlich zu sich selbst sein.

Ist die Jeans zu eng, sollte man sie nicht kaufen, weil sonst der Bauch oben am Bund herausquillt und der sogenannte „Muffin-Look“ entsteht. Auch ein Stretch-Anteil ist wichtig, dadurch sitzt die Jeans nicht nur besser, sie tunt auch den Allerwertesten auf rund und knackig. Die Farbe und Waschung der Jeans, so Victoria, sei in erster Linie Geschmackssache. Doch ganz so frei in Sachen Geschmack ist frau dann doch nicht: Victoria rät von hellblau ab, denn die Farbe macht dick! Dasselbe gilt für großflächige Bleeching-Effekte an kräftigen Oberschenkeln und Hintern: Hände weg! Die hellen Flecken ziehen den Blick auf eventuelle Problemzonen – und das gilt es unbedingt zu vermeiden. Allerding: Wer Size Zero trägt, kann sich den einen oder anderen Effekt an der Jeans schon leisten.

  1. Der Schnitt macht`s.

Victoria sagt: Eine Röhre, gibt’s auch bei frontlineshop.com, und mindestens eine Bootcut-Jeans gehören in den heimischen Kleiderschrank. Wobei unbedingt zu beachten sei, dass schlanke Beine in einer Röhre erst mit High Heels zur Geltung kommen, sonst sähe man aus, so die Beckham süffisant, wie ein Golfschläger. Wer es lässig mag, kann auch seinen Frieden mit einer Boyfriend-Jeans machen – der Lässig-Look hat durchaus seinen Reiz.

Ob nun modische Schlaghose oder Bootcut – zu kurz darf die Hose niemals sein. Der Saum der Jeans muss mindestens bis zur Mitte des Schuhabsatzes reichen, sonst ist das Ganze wirklich nicht mehr stilvoll!