Aufreger im Netz: Zara schockt mit „Sklaven-Sandalen“

Peinlicher Fauxpas nach Nazi-Shirt und Hakenkreuz-Tasche

Nicht einmal ein Jahr ist es her, dass die spanische Mode-Kette Zara sich Nazi-Vorwürfen stellen musste, nachdem sie ein T-Shirt mit der Aufschrift „White is the new black“ launchte. Nun ist das Label erneut unter Beschuss. Im Online-Shop wurden Schuhe unter dem Namen „Dreifarbige Sklaven-Sandalen“ angeboten. Ein peinlicher Patzer, der im Netz bereits für mächtig Aufregung sorgt.

Patzer oder PR?

Ob es sich hierbei jedoch nur um einen Übersetzungsfehler oder gar eine kalkulierte PR-Strategie handelt, ist ungeklärt. Immerhin werden diese Art von Riemchensandalen im Spanischen „sandalias esclavas“ genannt. Ins Deutsche übersetzt ist diese Zusammensetzung jedoch ein wenig unglücklich.

Während der Artikel im Online-Shop von Zara mittlerweile nicht mehr zu finden ist, gelangt man jedoch über Suchmaschinen zumindest noch zur Produktbeschreibung. Auf Twitter wird der Fashion-Fauxpas jedoch noch immer heiß diskutiert.

KZ-Shirt und Hakenkreuz-Tasche

Für das Modelabel, das mit Massimo Dutti und Bershka zur Inditex-Gruppe gehört, ist es leider nicht der erste grobe Schnitzer. Im August vergangenen Jahres musste Zara ein Kinder-Shirt vom Markt nehmen, das für Furore sorgte, weil es mit seinen blauen Streifen und einem gelben Stern auf der Brust stark an die Bekleidung der Gefangenen in Konzentrationslagern erinnerte.

2007 musste die Kette die Produktion einer Handtasche einstellen, die neben anderen Stickereien auch eine Swastika zierte. Das Symbol ist zwar ursprünglich einige tausend Jahre alt, wurde jedoch von den Nazis in den 1920er Jahren als sogenanntes Hakenkreuz für ihre Zwecke übernommen.