Schöne Hände als Visitenkarte

Tipps für die richtige Pflege und Maniküre

Schöne Hände sind die Visitenkarte unseres Körpers. Doch meist sind sie schädigenden Umwelteinflüssen schutzlos ausgeliefert. Mit der richtigen Pflege und Maniküre bekommen Sie Stressfaktoren in den richtigen Griff.

1. Reinigung

Die richtige Reinigung ist die Basis jeder schönen Haut – das gilt natürlich auch für die Hände. Wenn Sie also zu trockenen Reibeisen-Fingern neigen, sollten Sie unbedingt den Schonwaschgang einlegen: Rückfettende Waschemulsionen sind ein Muss! Denn Seife allein trocknet aus. Besonders bei der Hausarbeit empfiehlt es sich deshalb, Handschuhe zu tragen, da aggressive Putzmittel noch mehr strapazieren. Wie wäre es danach mit einer Belohnung für fleißige Hände? Frische Haut wird mit einem Peeling (etwa einmal pro Woche) schneller freigelegt: ­Pflegende Öle und Vitamin E sind heute nahezu in jeder Formulierung enthalten – und sorgen für Samtpfötchen …

2. Masken

Gerade die Hände, die oft vernachlässigt oder deren Pflege ganz vergessen wird, altern schneller. Wer etwas gutmachen will, leistet sich eine regenerierende Maske. Tipp: reichhaltige Handcreme zur Extrapflege umfunktionieren. So geht’s: dick auftragen, Baumwollhandschuhe darüber-ziehen, 20 Minuten einwirken lassen.

3. Cremes

Da der Handrücken nur wenig Talgdrüsen und Fettgewebe hat, ist er besonders empfindlich. Im Sommer lauern zudem Gefahren durch hohe UV-Strahlung. Wer nachlässig ist und seine Hände nicht täglich schützt, kann sich schon jetzt auf Pigmentflecken einstellen – die meist erst später sichtbar werden. Sonnensünden sind zu 80 Prozent für die unschönen Verfärbungen verantwortlich (nur 20 Prozent sind genetische Veranlagung!). Deswegen unbedingt vorbeugen und die Haut täglich mit möglichst hohem Lichtschutzfaktor schützen.  

4. Nägel

Sie haben empfindliche Nägel, mögen aber keinen Lack? Macht nichts, denn Öle pflegen perfekt und hinterlassen einen leichten Schimmer. Tipp: mit dem Daumen kreisförmig mindestens 30 Sekunden einmassieren. Wenn Ihre Nägel leicht brechen oder stumpf aussehen, sollten Sie Ihren Speiseplan mal überprüfen. Calcium steckt in Milchprodukten und stärkt den Nagel schon vom Falz aus, Hülsenfrüchte sorgen für mehr Glanz. Ein weiteres optisches Manko kann eingewachsene Nagelhaut sein. Daran herumzuschnippeln ist übrigens streng verboten, da ihre Aufgabe eigentlich der Abwehr von Schmutzpartikeln gilt und sie besonders sensibel ist. Besser: ein Handbad machen oder einfach nach dem Duschen vorsichtig mit einem Rosenholzstäbchen zurückschieben. Jetzt nur noch feilen. Und wie? Um das Splittern zu vermeiden, immer im trockenen Zustand von außen nach innen. Die Form? Besonders angesagt ist momentan quadratisch-oval.

5. Profi-Tipp: Was kann man gegen Pigmentflecken tun?

Dr. Stefan Duve, Dermatologe im Münchner „Haut und Laserzentrum an der Oper“, weiß: „Pigmentflecken können fast risikolos von Experten mit einem Rubinlaser entfernt werden. Aufpassen muss man unbedingt in der ersten Woche nach der Behandlung, in der Krusten nicht mechanisch oder durch Wasser verletzt werden dürfen. Außerdem sollten die Hände mindestens acht Wochen nicht in die Sonne.“ Die Kosten liegen je nach Anzahl der Flecken zwischen 50 und 500 Euro.

Simone Gödecke