Handcremes - Welche Pflege ist die beste?

Hand aufs Herz

Hier kommen sechs Fragen zum Thema Handcremes, die uns schon lange unter den Nägeln brennen …

Warum brauchen Hände überhaupt eine eigene Creme?
Was die zwei nicht so alles mitmachen: Mit Licht, Wasser und Seife kommen sie tagtäglich ständig in Berührung, dann sind da noch Putzmittel und jetzt, im Herbst und Winter, kommt auch noch die Kälte ins Spiel. Klar, dass die Haut genau hier eine Pflege braucht, die auf ihre Bedürfnisse eingeht und sie schützt.

Müssen Handcremes eigentlich immer so kleben?
Das klebrige Gefühl entsteht, wenn Wachs (z. B. Bienenwachs), große Anteile Filmbildner oder Paraffinöle enthalten sind. Dabei kann man nicht unbedingt behaupten, dass Cremes mit diesen Inhaltsstoffen besser pflegen als andere. Sie fetten lediglich stärker, was nur in seltenen Fällen wirklich sinnvoll ist. Neigt man zu extrem rauen, rissigen Händen, dann können solche Cremes aber vorteilhaft sein.

Wie finde ich die richtige Creme für mich?
Es ist gar nicht so leicht, im Handpflegeangebot den eigenen Liebling zu entdecken. Gleich beim ersten Cremen müssen Duft und Textur gefallen. Mindestens genauso wichtig sind aber Inhaltsstoffe, die gezielt auf Hauttyp oder -problem eingehen. Wer sensible Händchen hat, sollte etwa nach Panthenol Ausschau halten, das hat beruhigende, juckreizlindernde Eigen­schaften. Bei besonders trockener Haut darf gern feuchtigkeitsspendendes Urea in der Tube stecken. Wer Pigmentflecken vermeiden möchte, achtet auf einen mineralischen UV-Filter wie Zink. In Sachen Anti-Age gelten unter anderem die Vitamine A, E und C sowie Hyaluronsäure als glättende Spezialisten.

Worauf sollten Neurodermitiker achten?
Welches Präparat das Richtige ist, sollte  – gerade in schwereren Fällen – am besten der behandelnde Arzt beurteilen. Bei einer leichteren Neurodermitis mit Trockenheit und wenig Juckreiz sollten auf keinen Fall synthetische Öle, Parfums, Konservierungsstoffe und Wachse in der Handcreme enthalten sein.

Was unterscheidet Nacht- und Tagespflege für die Hände?
Was für Gesichtscremes gilt, trifft auch auf ihre Hand-Pendants zu: Nachtcremes sind reichhaltiger, also oft mit höheren Fett- oder Ölanteilen ver­sehen. Daher ziehen sie langsamer in die Haut ein, was nachts aber weniger stört. Die Tagescreme ist nicht nur leichter und zieht schneller ein, sie besitzt zudem häufig einen Lichtschutzfaktor.

Pflegt jede Handcreme auch Nägel und Nagelhaut?  

Leider nein. Denn so einfach kommen die Pflege­stoffe nicht dahin, wo sie sollen. Um tief in die Nagelhaut und in den Nagel eindringen zu können, sind spezielle Öle nötig, die über einen hohen Gehalt an Panthenol und Vitamin E verfügen. Wer allerdings seine Hände regelmäßig eincremt, schützt auch die Nagelhaut vorm Austrocknen.