Interview: So schön schwanger ist Laetitia Casta

Schwanger und rundum happy!

Topmodel Laetitia Casta bekommt in zwei Monaten ihr drittes Kind. Im Gespräch mit OK! verrät sie, warum sie auch sonst rundum happy ist.

Sie hat sich ihren Traum von einer Großfamilie fast erfüllt. Nach Tochter Sahteene, 7 (von Fotograf Stéphane Sednaoui), und Sohn Orland, 2, folgt im Spätsommer Baby Nummer drei. Der Vater von beiden ist ihr Lebensgefährte, der italienische Schauspieler Stefano Accorsi. In OK! verrät L’Oréal-Paris-Gesicht Laetitia Casta, wie sie das alles managt.

Mit 31 werden Sie jetzt zum dritten Mal Mutter. War das so geplant?
Ich wollte immer viele Kinder. Aber das alles kam ein bisschen schneller, als gedacht. Aber so hat es auch seine Richtigkeit. Auf jeden Fall freue ich mich sehr.

Aber Sie sind doch dabei, sich als Schauspielerin zu etablieren. Liegt Ihre Karriere deswegen jetzt erst mal auf Eis?
Ja, aber das finde ich nicht weiter tragisch. Der Job stand nie an erster Stelle. Privates Glück, das mir von meinen Eltern vorgelebt wurde, würde ich dafür nicht opfern. Außerdem kann ich mich durch nichts besser weiterentwickeln als durch meine Kinder. Sie haben mir gezeigt, worauf es im Leben wirklich ankommt. Kleinigkeiten bringen mich nicht mehr aus der Fassung.

Aber vermissen Sie die glamouröse Welt des Showbusiness nicht?
Ich bin jetzt 15 Jahre lang dabei, und der Reiz dieser Oberflächlichkeiten
erschöpft sich schnell. Ich bin ohnehin kein Mensch, der gern auf Partys herumzieht. Alleine oder im Kreis meiner Familie fühle ich mich viel, viel wohler. Aber Filme zu machen, hat mich immer fasziniert. Ich wollte schon als Mädchen Schauspielerin werden, bevor meine Karriere auf dem Laufsteg anfing.

Sie gehören also nicht zu den Models, die mangels Alternativen auf den Film umsatteln?
Ganz bestimmt nicht! Marilyn Monroe war auch ein Model, bevor sie Schauspielerin wurde. Nicht dass ich mich mit ihr vergleichen möchte. In gewissem Sinne war auch das Modeln so etwas wie Schauspielerei. Ich habe mich da auch psychisch voll verausgabt. Es gab natürlich Leute, die mich wie eine Puppe behandelten und mir vorschreiben wollten, wie ich auszusehen hatte. Aber das habe ich nicht mit mir machen lassen.

Wie schwer war es für Sie, sich durchzusetzen?
So schwer wie für jede andere Frau auch. Wir alle müssen uns anstrengen, damit man uns in dieser Männerwelt für das schätzt, was wir sind, und nicht als Subjekt behandelt.

Und als Schauspielerin passiert Ihnen das nicht?
Es gibt sicher Regisseure, die möchten, dass ich mich vor der Kamera ausziehe. Um die mache ich einen großen Bogen.

Zeigen Sie Ihren Körper nicht gern?
Doch, aber nicht um der reinen Nacktheit willen. Ich habe ein sehr entspanntes Verhältnis zu meinem Körper. In meiner Jugend war das noch anders. Ich fühlte mich total unwohl, als ich diese üppigen Formen bekam. Zumal mich meine Klassenkameraden hänselten. Aber dann wurde ich stolz darauf. Am Anfang meiner Karriere gab es Leute, die meinten, ich sei zu fett und solle mich herunterhungern, aber ich weigerte mich. Und jetzt danken mir ganz normale Frauen, dass ich
natürliche Rundungen habe.

Sie ziehen oft um. Wie kommt Ihre Familie damit klar?
Das ist mein Verständnis von Freiheit. Und meine Familie kommt mit mir mit. Mein Freund Stefano respektiert mich so, wie ich bin. Sonst wären wir ja auch gar nicht zusammen. Ich brauche einen Mann, mit dem ich gemeinsam neue Wege entdecken kann. Ich bin eben eine Abenteuerin.

Rüdiger Sturm