Evangeline Lilly exklusiv im OK!-Interview

Sie ist das neue Gesicht von L'Oréal Paris

In der TV-Serie „Lost“ mimt Evangeline Lilly die wilde Schönheit. Für L‘Oréal Paris zeigt sie sich jetzt von eine ganz neuen, glamourösen Seite. OK! hat das Geheimnis ihrer wundersamen Verwandlung gelüftet&thin

Nicht nur als Schauspielerin liebt sie das Extreme. Einen Tag vor dem Gespräch mit OK! war „Lost“-Star Evangeline Lilly, 30, noch in humanitärer Mission in Ruanda unterwegs. Jetzt sitzt die zierliche Kanadierin auf der Dachterrasse des mondänen „Hotel Martinez“ in Cannes …

Sie modeln neuerdings für L’Oréal Paris – doch abgesehen von den Augen scheinen Sie vollkommen ungeschminkt zu sein …

(lacht) Ich habe eine ziemlich empfindliche Haut und trage daher so wenig Make-up wie möglich. Ich betone meine Augen und die Wangen, sonst nichts.

Müssen Sie in Ihrer Funktion als Markenbotschafterin nicht bestimmten Regeln folgen?
Ich muss mich ständig mit meinen Schönheitsberatern prügeln, um nicht mit Make-up überhäuft zu werden. Das ist ja ihr Job, aber ich sage dann immer: „Schau dir nur meine Augen an! Da muss ich keine anderen Akzente setzen.“ Diese Augen sind mein Kapital. (lacht)  

Haben Sie sich schon als Kind gern geschminkt?
Ja, meine Mutter arbeitete für Estée Lauder. Abends konnte ihre Tochter dann einen kompletten Schminkkurs bei ihr belegen. Der Traum jedes Mädchens! Als ich mich mit 13 dann endlich selber Schminken durfte, habe ich es ganz schön übertrieben. Ich stand auf Braun – Braun auf den Augen, den Lippen, den Wangen. Das war damals Trend. Ich sah furchtbar aus …  

Wollten Sie bestimmten Vorbildern ähneln?
Nein, ich war nur auf der Suche nach meinem eigenen Stil und wollte anders sein als alle anderen. Später habe ich gelernt, Make-up dezenter einzusetzen. Heute trage ich zum Beispiel Lippenstift nur zu ganz besonderen Anlässen. Selbst auf dem roten Teppich bleibt mein Mund eher natürlich, dann sehe ich nicht so hart aus. Ich finde, man sollte nie merken, wie sehr sich eine Frau angestrengt hat, um gut auszusehen.

Denken Sie schon beim Aufwachen: Was ziehe ich heute an?
Ja, und meine jeweilige Laune entscheidet dann, was ich trage. Ich wechsele oft meinen Stil: sportlich, klassisch, elegant. Bin ich richtig müde, dann kleide ich mich schick, extrem und auch unbequem – weil mich das aufweckt. Wenn ich mich frisch und ausgeschlafen fühle, trage ich eher bequeme und sportliche Kleider – denn sie müssen mir keine zusätzliche Energie verschaffen. Das ist vielleicht bei den meisten Frauen anders.  

In „Lost“ verkörpern Sie eher einen raueren Frauentyp …   
Ich liebe es, in „Lost“ schweißgebadet, salzig und wild zu sein und für L’Oréal Paris eher die klassischere Idee von Schönheit zu verkörpern. Ich habe beide Seiten in mir. Aber ich muss gestehen, dass ich, je älter ich werde, eher zum glamourösen Image neige.

Setzen Sie Ihre Schönheit als Schauspielerin ganz bewusst ein?  
Wenn man in meinem Beruf alles nur darauf anlegt, seine Schönheit in den Vordergrund zu stellen, verliert man an Glaubwürdigkeit. Die Zuschauer wollen sich mit den Figuren, die ich verkörpere, identifizieren. Wer bloß auf die äußerliche Perfektion achtet, wird als Model, nicht als Schauspielerin wahrgenommen. 

Was würden Sie mit auf eine einsame Insel nehmen – einen Mann?
Nein, ein Kind. Für ein Kind wird man alles tun, um zu verhindern, dass es stirbt. Wenn man allein auf einer Insel ist, kannt man schnell den Verstand oder den Überlebenswillen verlieren. Ein Kind ist auf einen angewiesen: Man kann es nicht im Stich lassen. Ich kenne keinen besseren Grund zum Überleben. 

Kommen denn bald eigene Kinder?
Bisher täume ich nur davon! (lacht)

Marcus Rothe