Berührende Rede in Harvard: Natalie Portman hatte "dunkle Momente"

Die Schauspielerin litt unter Depressionen

Auch Natalie Portman erlebte harte Zeiten - besonders während ihrer Studienzeit. Die US-Schauspielerin hielt eine Rede vor den Absolventen der Harvard-Universität. Heute kann Natalie wieder lachen.

Es gibt berühmte Menschen, denen diese Berühmtheit einfach nicht genug ist. Promis, die wieder die Schulbank drücken, sind keine Seltenheit in Hollywood. Auch Natalie Portman, 33, entschied sich Ende der 90er Jahre für diesen wichtigen Schritt und schrieb sich als Studentin in der renommierten Harvard-Universität ein. Dass es dort nicht immer leicht war, erzählte die Schauspielerin jetzt in einer ehrlichen Rede vor Harvard-Absolventen.

Das schwere Studentenleben

Jeder Student kennt diese Zeiten, in denen einem wirklich alles über den Kopf wächst. Ein zu enger Stundenplan, hier ein Praktikum, da andere wichtige Scheine. Zwischendurch immer wieder in die Bibliothek und viele, viele Hausarbeiten schreiben. Von den Vorträgen vor all den Kommilitonen ganz zu Schweigen.

Natalie Portman, die bereits Anfang der 90er Jahre mit "Star Wars" und ihrer Rolle als Padmé Amidala den großen Durchbruch feierte, wollte es trotz Celebrity-Daseins noch einmal wissen. 1999 schrieb sie sich an der Uni für Psychologie ein und schloss in Harvard auch 2003 mit Bravour ab. Doch mittendrin war eben nicht alles so einfach, wie letztlich die Abschlussfeier.

Natalie hielt am Mittwoch eine bewegende Rede vor den Harvard-Absolventen in diesem Jahr. Sie erzählte:

 

Als ich 1999 als Studentin im ersten Semester anfing, hatte ich das Gefühl, dass es ein Fehler gewesen ist. Dass ich nicht schlau genug war und mich immer beweisen müsste, dass ich nicht nur die dumme Schauspielerin bin."

 

Dunkle Momente

Zwar habe sie sich selbst nicht rund um die Uhr nur schlecht gemacht und ihr neues Zuhause verteufelt, allerdings gab es durchaus wirklich harte Zeiten in der Universität. Die 33-Jährige litt an Depressionen:

 

Ich war 19, musste zum ersten Mal mit einem gebrochenen Herzen zurechtkommen und nahm eine Pille, die inzwischen vom Markt genommen wurde, weil sie Depressionen hervorruft. Ich habe zu wenig Zeit im Tageslicht verbracht und es gab ein paar ziemlich dunkle Momente - besonders während des zweiten Studienjahrs. Es gab Momente, da fing ich vor meinen Professoren an zu weinen, weil ich überfordert war mit meinen Aufgaben, ich kam ja kaum aus dem Bett.

 

Den Abschluss kann man Natalie jedenfalls nicht mehr nehmen. Trotzdem war sie froh, nach dem Studentenleben endlich wieder Filme machen zu dürfen. Den Hochschulabsolventen gab sie folgenden wirklich tollen Ratschlag mit auf den Weg in die weite Welt:

 

Man kann niemals der Beste sein. Das Einzige, in dem man am besten sein kann, ist, sich selbst weiterzuentwickeln. Macht von dem Umstand Gebrauch, nicht zu sehr an euch selbst zu zweifeln. Je älter wir werden, desto realistischer werden wir. Und der Realismus tut uns keinen Gefallen!

 

Hier gibt's die Rede von Natalie: