Bill Cosby: Nach Missbrauchsvorwürfen Witze über Vergewaltigungen

"In meiner Gegenwart müssen Sie vorsichtig sein, wenn Sie etwas trinken"

Inmitten von Vergewaltigungs- und Missbrauchsvorwürfen ist TV-Star Bill Cosby wieder auf die Bühne zurückgekehrt. In Kanada wurde der Comedian für eine Live-Comedy-Show gebucht und nahm den Auftritt gestern, 8. Januar wahr. Vor der Location versammelt sich zahlreiche Cosby-Gegner, die den Schauspieler nicht auf freiem Fuß sehen sollen. Auf der Bühne sorgte der 77-Jährige mit dunklem Galgenhumor für Aufregung, als er eine sarkastische Bemerkung über Vergewaltigungen machte. 

Machte Bill Cosby Frauen mit "Sexdrogen" gefügig?

Bill Cosby wird derzeit mehrfach sexueller Missbrauch vorgeworfen. Janice Dickinson brach öffentlich in Tränen aus und behauptet, Cosby habe sie unter dem Einfluss von "Sexdrogen" vergewaltigt und sei "ein Monster". Das Ex-Playmate Judy Huth, 55, soll unter den Opfern sein, wie auch Joan Tarshis. Gegenüber "Splash" berichtete sie von einem Vorfall von vor 45 Jahren. Damals war sie 19 Jahre alt und soll von Cosby zum Oralsex gezwungen worden sein.

"Er ist ein Monster"

Den Fall brachte Barbara Bowman, 47, ins Rollen. Zum Zeitpunkt des angeblichen Missbrauchs war sie 17 Jahre alt. „Mail Online“ erzählt die Amerikanerin Schreckliches über den Kult-Darsteller, von dem sie sich erhoffte, er würde ihre Schauspielkarriere fördern.   

„Er hat mich unter Drogen gesetzt und vergewaltigt“, sagte Bowman. „Er ist ein Monster und er hat sich wie ein Monster auf mich gestürzt“, fährt sie fort und hofft, mit dieser Behauptung anderen, die Ähnliches erleben haben, Mut zu machen und sich nicht einschüchtern zu lassen.

Nicht die ersten Vorwürfe

 Bereits 2004 beschuldigte ihn eine Frau des sexuellen Missbrauchs. Allerdings konnten sich beide Parteien außergerichtlich einigen. Die Aussagen aller Frauen ähneln sich sehr, doch es gibt keine handfesten Beweise gegen 77-Jährigen.

Opfer einer Hexenjagd?

Der Komiker widerspricht allen Vorwürfen. Gegen Huth reichte er eine Gegenklage ein: Er wirft ihr versuchte Erpressung vor. Warum? Ende November soll das angebliche Opfer 100.000 Dollar von Cosby für einen Verzicht ihrer Klage gefordert haben. Einen Tag später habe ihr Anwalt die Summe auf 250.000 Dollar erhöht. Andernfalls wolle man die Medien einschalten, so soll er gedroht haben. 

Cosbys Ehefrau Camille Cosby nahm ihn öffentlich in Schutz und wird von "PageSix" zitiert, ihr Gatte sei das Opfer einer "Hexenjagd":
 

 

Er ist Opfer eine Hexenjagd. Also wer ist hier das Opfer? Er ist ein netter, großzügiger, lustiger Mann und ein wundervoller Ehemann, Vater und Freund. Den Mann, der derzeit Thema in den Medien ist, den kenne ich nicht.

Auch seine TV-Ehefrau Phylicia Rashad, 66, glaubt laut "Showbiz 411" an eine Verschwörung:
 

Vergessen Sie diese Frauen. Was wir hier zu sehen bekommen, ist die Zerstörung eines Erbes. 

 

Gegner protestieren vor Show

In den USA und in Kanada sorgen die Berichterstatungen über Cosby für so viel Aufregung, dass Menschen sogar gegen den Schauspieler protestieren. Vor der Show in Kanada versammelten sich zahlreiche Cosby-Gegener und hielten Protestschilder hoch, auf denen hieß:

"Vergewaltigung ist kein Witz."

Showbesucher twitterten live aus der Location einen Witz des Mimen, der im Publikum zwar für Lacher sorgte, bei vielen aber für Aufregung:
 

In meiner Gegenwart müssen Sie vorsichtig sein, wenn Sie etwas trinken,

sagte Cosby mit schwarzem Galgenhumor in Anlehnung an die Missbrauchsvorwürfe.

Glaubt ihr, die Missbrauchsvorwürfe stimmen?

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