Thilo & Edith rockten am Ring - ein Erlebnisbericht

Die Highlights des 'Rock am Ring'-Wochenendes

Nun aber schnell! Ab ins Rock am Ring Shuttle und auf in die Massen der rockwütigen Fans. Das Wetter ein Traum! Natürlich gab es auch jede Menge Promiaction, aber für den Freitagabend hatten Edith und ich nur ein Ziel ...

 

Nach einer langen Woche ein Feierabendbierchen trinken und rocken.

Während Edith mit GZSZ-Star Janina Uhse und Fettes Brot abfeierte, machte ich mich auf den Weg zu Limp Bizkit. Angekommen vor der Alternative Stage war es plötzlich wieder 2001, die Hochzeit des Rap-Metals und spätestens bei „Rollin“ waren wir alle wieder 18.

Nur Frontman Fred Durst wirkte mit seinem Hipster-Vollbart rund 20 Jahre älter. Macht aber gar nichts, für mich sollten die New-Metal-Helden mein Festival Highlight bleiben. Bärtig ging es auf der Mainstage weiter, denn 30 Seconds To Mars Sänger Jared Leto präsentierte sich im Jesus-Look. Der Linie blieb er auch mit seiner Show treu. Beim Song „The Kill“ bahnte er sich wie Moses einen Weg durchs Meer.

„Bildet eine Gasse!“ rief er auf und das Publikumsmeer spaltete sich und der 1,75m große und sehr schmale Sänger marschierte durch Zehntausende an Fans.

Großes Kino!

Außer dieser biblischen Einlage wollten die Hollywoodrocker allerdings nicht so recht überzeugen. Zu viele getragene Songs, zu wenige Hits.

Ab zur Aftershowparty!

Der großartige DJ Teddy-O brachte sogar mich noch auf die Tanzbeine und wir feierten unter anderem mit „Alarm für Cobra 11“-Star Tom Beck bis in den Morgen. Um 14 Uhr waren wir wieder frisch und fit auf dem Seat-Parcour auf dem Festival Gelände. Übermüdet und erkältet schmissen Tom Beck und ich uns in die Car-a-Oke-Autos und schmetterten "Ice Ice Baby" (Ich hatte absolut gar keine Ahnung!) und "You give love a bad Name" (Da hab ich ihn an die Wand gesungen!).

Weiter geht’s mit einem Interview mit Schauspieler Simon Boer. Edith interviewt, ich halte die Kamera und ein Rennfahrer fährt mit uns dabei halsbrecherisch durch einen Pilonen-Parcour. Ich bin nicht einmal seefest. Eine Runde mehr und ich hätte Seat eine Autoreinigung geschuldet.

Hundeelend aber mit einem tollen rasenden Interview im Gepäck marschierten wir zurück zur Centerstage. Papa Roach! Mit Simon, Tom und ich stürzten uns in den Moshpit und feierten die „Last Resort“-Rocker bei dem ersten Regenguss des Festivals. Für Sänger Coby kein Problem, denn an seiner auffällig faltenfreien Stirn schien der Regen glatt abzuperlen. Scheint, als wären auch harte Rocker manchmal eitel genug zum Beauty-Doc zu gehen.

Kurze Pause nach Papa Roach, dann weiter mit Stone Sour und Volbeat. Rock n Roll für echt Männer und Frauen, die auf genau diese stehen. Besonders Stone Sour Frontmann Corey Taylor schaffte es auch ohne biblische Showeffekte, dass das Publikum ihn liebte. Und das, obwohl er nebenberuflich Geschreimonster bei der Gruselmaskenband Slipknot ist.

Es folgte eine weitere Aftershowparty mit den Jungs von Boss Hoss, Rapper B-Tight, den Beatsteaks und vielen anderen Rockern und anderen Promis. Zwei lange Festivaltage machten sich bemerkbar am nächsten Tag. Müde und grummelig schien auch das Wetter am Ring. Dauerregen und Kälte machten mir die Abreise doch relativ leicht. Vorher durfte ich mich allerdings noch von den tiefensympathischen Pop-Punkern a la Blink 182 überzeugen lassen, dann wieder zurück in den Alltag.

Danke „Rock am Ring“ für ein irrwitziges Wochenende!

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