Holi Festival Hamburg – Im Rausch der Farben

Einen Tag lang eintauchen ins indische Farbenmeer

Haare, Gesicht, Kleidung – innerhalb von Sekunden knallbunt gefärbt. Warum der farbenfrohe Irrsinn so viel Spaß macht und sogar "Das Bo" mitmischen wollte - OK! war beim Holi Festival in Hamburg!

 

Als ich am Vormittag, den weiß gekleideten Massen folgend, am Festivalgelände ankam, hatte die Sonne ihren höchsten Punkt am Himmel erreicht. Weit und breit war keine Wolke zu sehen – perfektes Festivalwetter!

Nach einem kurzen Rundgang auf dem Gelände, wo mich bereits die ersten Pulverpartikel erreichten, ich diese aber noch irritiert von meinem Arm strich, ging es auch schon los: Der Countdown begann. Schnell flüchtete ich mich noch an einen halbwegs geschützten Ort, schließlich wollte ich mir das Farbenspektakel erstmal aus sicherer Entfernung angucken, bevor ich mich selbst ins Getümmel stürzte.  

 „10…9…8…7…6…5…4…3…2…1…0!“ Gelb, blau, grün, lila, pink, orange – explosionsartig bahnte sich eine riesige, kunterbunte Farbenwolke ihren Weg gegen den Himmel. Die Menschenmenge tobte, während aus den Lautsprechern feinste Elektro-Klänge von Lexy & K-Paul rauschten.

Wow, das will ich auch! Frei nach dem Motto: „Mittendrin statt nur dabei“, kaufte ich beim nächsten Stand pinkes und gelbes Pulver und tanzte mich so durch die Masse, bis es endlich wieder soweit war. Ich riss meinen Beutel auf und merkte, dass mit jeder heruntergezählten Ziffer meine Aufregung stieg.

Und dann endlich: Alle schmissen ihre Farbbeutel in die Luft, sprangen, tanzten und jubelten dabei. Einen Moment lang konnte ich nichts sehen als Konturen von sich rhythmisch bewegenden Menschen, nichts riechen als gefärbtes Maismehl, nichts fühlen als kleine Kügelchen auf meiner Haut. Doch dann lichtete sich die Pulverwolke und der Überraschungseffekt war groß: Ich war vom Scheitel bis zum kleinen Zeh bepinselt mit den schrillsten Farben.

 Der Farbenrausch wurde mit jedem Countdown besser und besser. Als dann noch der Hamburger Rapper "Das Bo" seinen Kultsong „Türlich,Türlich“ zum besten gab, war die Stimmung auf ihrem Höhepunkt.

Irgendwann am späten Abend, als die Beine nicht mehr konnten und kein freier Fleck mehr übrig war für neue Farbkreationen, ging es nach Hause. Was für ein irres Erlebnis!

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