'Unter-Uns'-Star Miloš Vuković bloggt vom Unplugged-Konzert

Timezone Unplugged presents Fetsum

Von Montag bis Freitag sieht man Miloš Vuković bei "Unter uns", was der Schauspieler aber letztes Wochenende Spannendes erlebt hat, lest ihr nur hier ...

 

Als ich die Einladung zu der Eventreihe „Timezone Unplugged“ bekommen habe, da habe ich mich riesig gefreut. Ich stehe total auf solche Unplugged-Sachen und bin ja riesen Musik-Fan.
 
Der Begriff „Timezone“ hat nur leider dank der Deutschen Bahn eine ganz neue Bedeutung bekommen. Potzblitz und schon war ich nach 6 Stunden in Berlin (und ich kam nicht aus NY, sondern aus Köln). Und das ohne funktionierenden Speisewagen! Aber gut, dank meines Laptops und diverser Filme verging die Zeit wie im Flug/Bahn.
 
In Berlin angekommen bin ich direkt in das Loft in Kreuzberg gefahren und gleich in eine wirklich coole Crowd gestolpert. Es war ein toller Mix aus Musikern, Schauspieler-Kollegen und Sportlern.
Auch wenn ich als Kölner das ja vielleicht nicht sagen darf: Roberto Hilbert ist ein super Typ und richtig nett!
 
Aber kommen wir zu dem eigentlichen Star des Abends: Fetsum. Ich muss gestehen, ich kannte ihn bislang nicht. Wobei ich ihn irgendwie mit Max Herre connected habe. Und das stimmt. Er hat mit Max Herre einen Song für sein Album „Hallo Welt“ aufgenommen. Ich muss sagen: Fetsum hat eine unfassbare Stimme und Ausstrahlung. Er hat vor ca. 50 geladenen Gästen live - und nur von einer Gitarre begleitet – gesungen. Wobei „gesungen“ jetzt so normal klingt. Kennt ihr das? Wenn einem schon beim ersten Ton ein kalter Schauer über den Rücken läuft und man Gänsehaut bekommt. Fetsum singt mit unheimlich viel Inbrunst und Gefühl. Er spürt, was er singt. Und jeder Zuhörer spürt, was er spürt. Wirklich unglaublich gut! Fetsum ist so ein Sänger, der sich nicht vor den Karren einer Plattenfirma spannen lässt und daher dauert das mit seiner Bekanntheit etwas länger. Aber dafür macht er die Musik genauso, wie er es will. Und das ist HAMMER. Er wird sicherlich ein richtig Großer!
 
Und die Meinung teilten auch die anderen Gäste: Ich bilde mir ein, dass ich bei meiner Kollegin Janina Uhse sogar eine Träne gesehen habe! Janina war generell ziemlich gerührt und auch bei Schauspielern sieht man manchmal, dass sie sich nicht immer zusammenreißen können. Selbst der gestandene Bruno Eyron hatte Gänsehaut. Und ich glaube nicht, dass ihm kalt war ...

Ein Highlight war für mich auf jeden Fall, dass auf einmal Aloe Blacc neben mir saß! Ich meine: „I need a Dollar“ ist doch eine Hymne! Und auch gerade ist er ja wieder in den Charts. Er ist ein richtig geiler Musiker und halt auch nicht so ein Retortenbaby! Wenn so jemand dann auf einmal neben dir sitzt, dann schluckt man schon mal.
 
Ging aber nicht nur mir so. Inez Björg David ist ja normalerweise nicht auf den Mund gefallen, aber auch sie hat ziemlich geschluckt. Das ist halt geil bei so einem kleinen privaten Konzert. Es ist so intim und die Leute können sich nicht hinter einer Fassade verstecken. Man spürt, dass es alles real ist. “Real people listen to real music” ist so ein bisschen mein Fazit des Abends.
 
Euer Miloš

PS: Was habe ich mich über die Kopfhörer von „House of Marley“ im Giftbag gefreut, die kamen nämlich schon bei der Rückfahrt zum Einsatz: Dank des Sturms habe ich den Rekord meiner Anreisezeit noch übertroffen und gute 7 Stunden gebraucht.