Vorlesung bei einem angeschlagenen Dr. Klitschko

OK!-Redakteur Thilo traf Wladimir in Hamburg

Donnerwetter! Da kam ich mir mit meinen lächerlichen 1,88m ganz schön klein vor. Wladimir Klitschko ist wirklich so groß wie er im Fernsehen aussieht. Als Profiboxer ist er derzeit als Markenbotschafter für Vitalstoffpräperate unterwegs. Die Gelegenheit haben wir am Schopfe gepackt und ein paar Worte mit Dr. Steelhammer gewechselt.

Angekommen in dem schicken Konferenzsaal des Kai10 kam ich mir einen kurzen Moment lang wie auf der falschen Veranstaltung vor. Es referierte eine Doktorin über Vitalstoffe und die verschiedenen Verdauungs- und Verwertungsstationen im Körper. Einmal mehr wusste ich, warum ich Biologie in der 12. Klasse abgewählt habe. Bin ich hier richtig?
Ja, bin ich, etwas Abseits kauerte einer, der mir dann doch bekannt vorkam.

Zugegeben, obwohl die Vitalstoffexpertin nicht uncharmant war, war ich ein wenig erleichtert, als Dr. Wladimir Klitschko das Wort ergriff. Mit dem megabreiten Klitschko-Grinsen machte er den ein oder anderen Spaß mit dem Publikum und referierte natürlich auch darüber wie wichtig für ihn als Sportler das angepriesene Produkt sei. Werbung hin oder her, aber da konnte Charmbolzen Wladimir mal so richtig als Doktor der Sportwissenschaft punkten.

So richtig konnte er seinen Jetlag aber nicht verbergen. „In den letzten Tagen war ich in New York, Miami, Los Angeles und in Kiew. Da wird Frühstück zum Abendbrot und die Nacht zum Tag. Das kann einen fertig machen."

Doch als guter Boxer war er natürlich auf 12 Runden vorbereitet und stellte sich geduldig den Fragen der neugierigen Apothekenvertreter und Firmenkunden.

Als wir dann zu zweit waren schwächelte er dann aber doch ein wenig und man merkte ihm an, dass er doch ziemlich kaputt von der Reiserei war.

"Manchmal weiß ich nichtmal in welcher Stadt ich gerade bin, wenn ich gerade Aufwache", lacht der Hüne. So charmant der nette Onkel aus der Milchschnitten Werbung auch ist, so ist er trotzdem ziemlich einschüchternd.

„Trotzdem gibt es in jeder und wirklich JEDER Bar diesen einen betrunkenen Typ, der sich mit mir prügeln will. Aber ich schlage mich nicht außerhalb des Rings. Das hab ich nie", erzählt er. Vorbildlich! Genauso wie seine Trainingsmoral. Auf die Frage ob er denn schonmal ein Training geschwänzt hätte lacht er laut auf: "Ich habe schon erlebt was passiert, wenn man schlecht in Form ist. Da rennst du zum Training um so fit wie möglich zu sein beim Kampf."

Nicht zum nächsten Training, sondern wahrscheinlich ins nächste Bett ging es für Wladimir dann nach fünf Minuten Interview. Zum Abschluss noch ein Foto wo ich nicht schlecht staune. Ich bin trotz knapp 1,90m winzig gegen diesen Kerl. Und bei der gigantischen Faust ist auch mein riesiger Dickschädel auf einmal ganz ganz klein.

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