Bodrum bald heißer als Saint Tropez?

Die türkische Halbinsel an der Ägäis

Wasser so klar wie Kristall. Ein paar Fischerboote schaukeln auf den Wellen, hübsch drapiert vor einem kleinen Dorf, der Himmel ist blau und die Sonne strahlt fast senkrecht nach unten. So stellen sich viele ihr Urlaubsparadies vor. Doch auch Aussicht wird irgendwann langweilig. Perfekt ist der Urlaub erst, wenn man die Eindrücke noch durch ausgezeichnete Bars, schöne Hotels und reiche Urlauber ergänzen kann. 

Dies ist die Beschreibung einer türkischen Halbinsel an der Ägäis, Bodrum. Alteingesessene können sich noch an die Zeit erinnern, als Bodrum nichts weiter als ein verschlafenes Fischerdorf war, wo allenfalls Gegner der türkischen Republik ins Exil geschickt wurden. Erst in jüngerer Zeit vollzog sich dieser Wandel in ein vor Opulenz glänzendes Sommerferienziel.

Die Geschichte hat ihren Ursprung beim Schriftsteller Cevat Şakir Kabaağaçlı, auch bekannt als Fischer von Halikarnassus, der hierher ins Exil geschickt wurde. Wie sollte es anders sein, der Künstler verliebte sich in den Ort. Nachdem er seine Zeit in Bodrum „abgesessen“ hatte, machte er den Ort unter befreundeten Künstlern bekannt. So zog es die kreativen Köpfe nach Bodrum. Seit dem erlebte der Ort einen Aufschwung, der in den 1990er Jahren einen kleinen Dämpfer verpasst bekam, als Bodrum im Niedrig-Preiskampf gegen Antalya und Side nicht mithalten konnte. Zum Glück.

Lässigkeit gepaart mit Nachtleben und Luxus für Anspruchsvolle

Jedes Jahr besuchen mehr als eine Million Touristen die Halbinsel und den gleichnamigen Ort. Trotzdem fühlt es sich in Bodrum nicht überlaufen an. Die Besucher verschwinden in ihren schicken Boutique Hotels, in Clubs und an den Stränden. Selbst in der Hochsaison lässt es sich in Bodrum einen Platz finden, an dem man sich einfach ausruhen und entspannen kann. Dafür muss man sich nicht einmal weit von den beliebten Straßencafés weg bewegen. Bodrum strahlt stets eine Eleganz aus, wie man sie sonst nur von der Grande Dame der mondänen Städte – Saint Tropez – kennt. Mit dem mittelalterlichen Kastell in Sichtweite, das oben über dem funkelnden Wasser des Hafens thront, lässt es sich hier entspannt Urlaub machen.

Hier in diesem türkischen Saint Tropez betreibt der Formel-1-Veteran Flavio Briatore seinen „Billionaire’s Club“, Robert DeNiro eröffnete hier ein „Nobu“ und zahlreiche Prominente und nicht-prominente Reiche vergnügen sich hier auf ihren riesigen Jachten. Und vielleicht hat man im Flugzeug das Glück, einem Prominenten in Feierlaune zu begegnen. Aus dem winzigen Bodrum ist inzwischen ein Ort mit 150.000 Einwohnern geworden – im Winter. Im Sommer können es bis zu 500.000 Menschen werden. Doch das fällt hier in Bodrum kaum auf. Es gibt zahlreiche Strände auf dieser Halbinsel, ihr vorgelagert sind tausende kleine Inseln – hier gibt es für jeden Platz.

Bodrum: Nicht nur Super-Reiche sind hier willkommen

In Bodrum gibt es neben zahlreichen Spas und Erholungsmöglichkeiten ebenso viele Beachclubs, wo man mit einem kühlen Getränk in der Hand einfach nur chillen kann, beispielsweise im „Fink“-Beach. Hier lässt man es sich unter Mandarinenbäumen in einer Hängematte bei einer Shishapfeife gut gehen oder sucht Action und Spaß beim Parasailing oder Wasserski. Auch sind nicht alle Hotels Luxusunterkünfte, wie das Mandarin Oriental. Bezahlbare Hotels gibt es zum Beispiel auf den Türkeiseiten des Reiseanbieters Lastminute.de