Caitlyn Jenner spricht erstmals über Selbstmordgedanken!

In der ersten Episode „I am Cait" enthüllt sie ihre tiefsten Gefühle

Es war kein einfacher Schritt für Caitlyn Jenner, 65, Ende April im TV vor die Öffentlichkeit zu treten und zu gestehen: „Ich bin eine Frau“. Mittlerweile geht es ihr mit der Entscheidung endlich gut, denn sie erlebte eine Welle des Zuspruchs und der Unterstützung. Über die schwierige Zeit vor dem Outing spricht Caitlyn nicht nur in einem Online-Blog, sondern auch in ihrer eigenen Show „I am Cait“. In den USA wurde jetzt die erste Episode ausgestrahlt. In dieser legt sie ihre tiefsten Gedanken offen dar und spricht auch über das emotionale Thema Selbstmord.

Cait wollte ihr Leben beenden

Ich saß da mit einer Pistole und sagte zu mir: Lass es ein Ende haben, kein Schmerz mehr, kein Leiden.

Ein schockierender Satz, der gleichzeitig aber auch zeigt, wie verzweifelt Caitlyn Jenner während der Zeit vor ihrem großen Outing war. Seit ihrer frühsten Kindheit wusste sie, dass sie eigentlich eine Frau ist, fühlte sich jahrelang im falschen Körper gefangen. Erst mit Mitte sechzig trifft sie die mutige Entscheidung, öffentlich zu ihrer Transsexualität zu stehen.

Ein langer Weg, der in der achtteiligen Fernsehdokumentation „I am Cait" gezeigt wird. Nur noch die männliche Stimme ist von ihrem früheren Leben als Bruce Jenner übrig geblieben. Optisch ist die 65-Jährige dank zahlreicher chirurgischer Eingriffe und Hormonbehandlungen nun eine ganze Frau.

Mehr Verständnis für Transsexualität

Caitlyn weiß wie schwierig es für andere Betroffene ist, mit der Situation umzugehen. Sie selbst stand lange Zeit nicht zu sich selbst und versuchte sich mehr als ihr halbes Leben der Gesellschaft anzupassen. Genau aus diesem Grund will sie mit ihrer Doku mehr Verständnis für Transsexualität in der Öffentlichkeit schaffen: „Kids nehmen sich das Leben da draußen. Ich will helfen!“.

Erstes Zusammentreffen mit Mutter Esther als Cait

Ein weiterer emotionaler Teil der ersten Folge „Meeting Cait“ ist die Reaktion ihrer Mutter Esther, 88. Für diese ist es noch nicht ganz einfach damit umzugehen, dass sie nun keinen Sohn mehr hat, sondern eine Tochter. Während die Stiefmutter von Kim Kardashian, 34, noch nach dem passenden Schmuck sucht, um das erste Zusammentreffen mit ihrer Mutter als Frau perfekt zu machen, steht diese plötzlich im Raum und wird von ihren Gefühlen überwältigt.

Anfangs ist es für die 88-Jährige noch sehr ungewohnt. Sie nennt Cait weiterhin Bruce und erklärt ihrer neuen Tochter, dass sie ihren Sohn vermisst. Am Ende wird jedoch deutlich, dass Esther voll und ganz hinter ihrem Kind steht: „Ich bin stolzer als nach seinem Olympiasieg auf ihn, was er jetzt tut, bedarf mehr Courage“.

Ab 9. August ist die TV-Doku auch im deutschen Pay-TV auf „E! Entertainment“ zu sehen.