Cara Delevingne: Model-Karriere hat zu Depressionen geführt

"Wenn man sich selbst hasst, wird es nur schlimmer und schlimmer"

In den letzten vier Jahren gab es wohl kaum einen Laufsteg auf dieser Welt, den das Model Cara Delevingne, 23, ausgelassen hat. Jeder Fashion-Verantwortliche, von Burberry bis hin zu Chanel, hat sich um das Mädchen mit den großen Augenbrauen gerissen. Doch damit soll jetzt Schluss sein. Der "Margos Spuren"-Star will die Fashion-Welt jetzt so langsam endgültig hinter sich lassen. Und wenn man sich die Gründe der Schauspielerin dafür anhört, ist das wohl auch die allerbeste Entscheidung gewesen... 

Cara Delevingne hat den Laufstegen dieser Welt nun so langsam den Rücken zugekehrt, um sich voll und ganz auf ihre Schauspielkarriere zu konzentrieren. Nach dem ehrlichen Interview der Schauspielerin mit "The Times" verstehen wir jetzt auch ziemlich genau, warum.

Depressionen wegen Model-Karriere 

Der Alltag eines Topmodels ist stressig und auch für den Körper nicht leicht zu verkraften - und schon gar nicht bei jemandem wie Cara, die teilweise bis zu 53 Modenschauen pro Woche lief. Klar, dass man so einer starken Belastung nicht ewig standhält. Das musste sich wohl auch ein Allroundtalent wie Cara irgendwann eingestehen. Im Fall von der 23-Jährigen zeigte sich der Stress letztlich auch auf ihrer Haut: Die Britin unter einer unangenehmen Schuppenflechte. Nicht gerade leicht für jemanden, der sowieso schon Zweifel an sich und seinem Körper hat. Gegenüber dem Magazin "The Times" lässt Cara ihren Gefühle freien Lauf:

Das war keine gute Zeit. Ich war monatelang in dieser Angriff-oder-Flucht-Situation. Immer nervös. Wenn man sich selbst, sein Aussehen und seinen Körper hasst, wird es nur schlimmer und schlimmer.

Zwar wurde Cara von Designern und der Fashionwelt gefeiert, doch backstage wurde sie so gar nicht model-like behandelt. Die 23-Jährige erzählt weiter:

Die zogen Handschuhe an und wollten mich nicht anfassen, weil sie dachten, dass es Lepra sei oder so.

Bereits als Teenager depressiv

Wenn man solche Geschichten hört, ist es definitiv die richtige Entscheidung gewesen, die Model-Karriere an den Nagel zu hängen. Aus gutem Grund: Das Modeln habe Cara schon seit Längerem "leer gesaugt" und als Mensch wäre sie an dieser Aufgabe auch nicht gewachsen. 

Doch Cara verriet im Interview weiter, dass sie bereits in ihrer Jugend mit Depressionen gekämpft hat. Mit 15 Jahren wurde der Schauspielerin die Situation mit ihrer heroinabhängigen Mutter zu Hause einfach zu viel:

Ich wurde von einer enormen Welle an Depressionen, Angstzuständen und Selbsthass getroffen und die Gefühle waren so schmerzhaft, dass ich meinen Kopf gegen einen Baum schlug, um mich selbst bewusstlos zu schlagen.

Umso schöner, dass Cara mit der Schauspielerei nun endlich das Richtige für sich gefunden hat!