Conchita Wurst: Erstes Konzert in ihrer Heimat

Bei einem Empfang erhielt sie die Ehrenbürgerschaft und eine Gedenktafel

Dass es der Frau mit Bart die Sprache verschlägt, dafür braucht es schon einiges. Am Sonntag war es jetzt soweit: Als ihre österreichische Heimatgemeinde Bad Mitterndorf sie zur Ehrenbürgerin machte, hatte Conchita Wurst alias Tom Neuwirth, 25, einen dicken Kloß im Hals.

"Ich bin sehr emotional"

„Mir ist das noch nie passiert, dass ich keinen geraden Satz sprechen konnte, aber ich bin wirklich aufgeregt", erzählte Conchita Wurst bei dem Empfang im Kurpark der kleinen Gemeinde in der Steiermark. "Ich bin sehr emotional, und ich muss mich zusammenreißen, dass ich nicht zu weinen beginne."

ESC-Hit mit Musikkapelle

Es war das erste Mal seit ihrem grandiosen Sieg beim "Eurovision Song Contest" im Mai, dass sie ihre alte Heimat besuchte. Etwa 1500 Einwohner waren in den Kurpark gekommen, um ein Gratiskonzert von Conchita Wurst zu hören. Standesgemäß sang sie ihren ESC-Hit "Rise like a Phoenix" zu den Klängen der örtlichen Musikkapelle. 

Goldene Gedenktafel

Bürgermeister Karl Kaniak verlieh der berühmten Tochter bzw. dem berühmten Sohn des Dorfes die Ehrenbürgerschaft, und Conchita Wurst erhielt auch noch eine goldene Gedenktafel. „Ich finde das so schön, dass ganz Viele verstanden haben, um was es mir geht. Deswegen ist es umso schöner, dass es Menschen gibt, die zugeben, dass sie ihre Meinung ändern - das finde ich toll." 

Kindheit war nicht immer einfach

Die Künstlerin hatte es in ihrem Heimatdorf nicht immer einfach. Conchita Wurst erinnerte in einer Pressekonferenz daran, dass sie in der Schule häufig gehänselt wurde, weil sie bereits als Kind gerne Mädchenkleider trug. Umso schöner, dass der Ort, in dem Conchitas Eltern einen Gasthof betreiben, sich jetzt so stolz auf die berühmte Sängerin zeigt!