Der 'Angelina-Jolie-Effekt' - Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchungen verdoppelt

Ihre Krankheitsgeschichte klärte über hochriskanten Gendefekt auf

Es war ein großer Schritt für Angelina Jolie, 39, als sie sich im Mai 2013 dazu entschied, mit ihrer beidseitigen Mastektomie an die Öffentlichkeit zu gehen. Wie eine Studie nun herausgefunden haben will, soll sich die Zahl der genetischen Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchungen nach Bekanntgabe ihrer Krankheitsgeschichte verdoppelt haben. 

Zumindest in den ersten sechs Monaten nach ihrem schockierenden Geständnis wären mehr als zwei Mal so viele Frauen von ihrem Hausarzt an eine Spezialklinik überwiesen worden, so kommen die Forscher zu dem Schluss. 

Ihre Mutter starb an Eierstockkrebs

Angelina verlor ihre Mutter Marcheline Bertrand, † 56, im Jahr 2007 an den Krebs. Ihre Tante Debbie Martin starb 2013 mit 61 Jahren an Brustkrebs. Die genetischen Tests könnten bestimmen, ob Frauen, in deren Familien Brustkrebs vermehrt vorkomme, ein mutiertes Gen in sich tragen, welches die Wahrscheinlichkeit im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs zu erkranken zwischen 45 und 90 Prozent erhöhen soll. Eine Mastektomie wird aber nur dann empfohlen, wenn das Risiko sehr hoch eingeschätzt wird. 

Die Wirkung von prominenten Krankheitsgeschichten

Professor Gareth Evans für Genetische Brustkrebs-Vorsorge erklärt: "Angelina Jolie hat mit ihrem Geständnis einen größeren Einfluss auf die Menschen gehabt als andere Promi-Meldungen, vielleicht gerade aufgrund ihres glamourösen und starken lmages." Delyth Morgan, Chefin der "Breast Canser Campaign" lobt: "Ohne Angelina Jolies Offenheit, über ihre BRCA1-Mutation und die Entscheidung zur Mastektomie zu sprechen [...] hätten viele Frauen vermutlich keine ärztliche Hilfe gesucht und sie wären niemals über ihr persönliches Risiko und ihre Optionen zur Risikominderung aufgeklärt worden."