Der traurigste Oscar-Moment: Michael Keaton muss Oscar-Rede wieder einpacken

Da hat sich der Nominierte wohl etwas zu früh gefreut

Normalerweise spielen die Oscar-Preisträger die Überraschten, wenn sie ihren Namen nach dem Satz „And the Oscar goes to..“ hören. Rein zufällig zaubert fast jeder von ihnen dann aber doch eine Rede aus der Tasche, wenn sie ihren Goldjungen in Empfang nehmen. In diesem Jahr war sich einer der Nominierten in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“ seiner Sache dann aber wohl doch zu sicher. Michael Keaton, 63, hatte seine Rede schon einen Augenblick zu früh gezückt.

Eddie Redmayne, 33,  konnte für seine überzeugende Darstellung von Stephen Hawking in „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ den Oscar mit nach Hause nehmen. Eine Ehre, mit der viele nicht rechneten – am wenigsten wohl sein direkter Konkurrent Michael Keaton, der für seine Hauptrolle in der schwarzen Komödie „Birdman“ nominiert war.

Eine böse Überraschung!

In der Live-Übertragung kaum zu sehen, hatte der 63-Jährige seine Dankesrede schon in der Hand, als das anwesende Publikum im entscheidenden Augenblick nicht ihm, sondern Redmayne applaudierte. Ups, ganz schön peinlich! Während den Schauspiel-Profis in diesem Augenblick ihr größtes schauspielerisches Talent abgefordert wird, indem sie – wohl wissend, dass in diesem Moment alle Kameras auf sie gerichtet sind – dem Gewinner anerkennend Beifall zollen, hatte Keaton alle Hände voll zu tun, seine Rede wieder unauffällig verschwinden zu lassen.

"Birdman" gewinnt in der Königskategorie "Bester Film"

Auch wenn dieser Griff in die Seiteninnentasche etwas verfrüht war, so leidet man als Zuschauer doch mit, wenn man sich vorstellt, wie dem einstigen „Batman“-Star in diesen Sekunden zumute gewesen sein muss. Die große Bühne durfte er später dann dennoch betreten. „Birdman“ wurde nämlich als „Bester Film“ ausgezeichnet. Keaton ergriff kurz das Wort und sprach von einer „gewaltigen Erfahrung“. Seine Rede aber ward an diesem Abend nicht noch einmal gesehen.