Die nackte Wahrheit über Cellulite

Cremen gegen Dellen und Orangenhaut?

Viele haben sie – die wenigsten lässt sie kalt. Doch was hilft wirklich gegen fiese Dellen und Orangenhaut? Wir haben beim Facharzt Dr. Stefan Duve nachgefragt und unterstützende Beauty-Helfer zusammen gestellt:

Wie entsteht Cellulite?

„Sie ist einerseits Veranlagung, andererseits das Resultat von Sportmangel, falscher Ernährung und Übergewicht“, erklärt Dr. Stefan Duve, Facharzt für Dermatologie und Allergologie aus München. Wenn die Dellen einmal da sind, wird man sie schwer wieder vollständig los, man kann aber einiges tun, um das Erscheinungsbild zu verbessern.

Ein typisches Frauenproblem?

Leider ja, denn deren Bindegewebe ist lockerer verbunden als das von Männern. So können sich Fettzellen leichter durch das Gewebe drücken und sich abzeichnen. Ab etwa dem 20. Lebensjahr sind mehr als 80 Prozent betroffen. Aber: Auch sehr schlanke Frauen können Orangenhaut bekommen, sie haben dann meist eine genetisch bedingte Bindegewebsschwäche.

Stress – ein Dellen-Former

Die ständige Erreichbarkeit und Schnelllebigkeit fördert die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol, und das begünstigt die Einlagerung von Fett und Wasser im Körper, wodurch Cellulite sichtbarer wird. Also häufiger einen Gang runterschalten und Ruhezeiten einbauen, damit der Hormonspiegel wieder ins Gleichgewicht kommt.

Orangenhaut durch Plastik?

Zuletzt machte eine Meldung die Runde, die das Trinken aus PET-Flaschen mitverantwortlich macht für die Entstehung von Cellulite. In der Diskussion stehen enthaltene Weichmacher wie Bisphenol A, eine chemische Substanz, die östrogenähnliche Wirkung im Körper hat. Östrogene verstärken Cellulite, da sie Wassereinlagerungen im Fettgewebe begünstigen. Wer auf Nummer sicher gehen will, der sollte lieber aus Glasflaschen trinken und auch in Plastik verpackte Lebensmittel meiden.

Was macht der Profi?

Dr. Stefan Duve erklärt: „Da Cellulite auf Faktoren wie z. B. Wasseransammlungen oder Lymphstau zurückgeführt wird, kann ein LPGTreatment helfen, bei dem das Bindegewebe dräniert und mit Sauerstoff versorgt wird. Der Lymphfluss wird so angeregt und die Festigkeit der Haut erhöht.“ Kosten: ca. 80 Euro pro Behandlung. Weitere Infos: haut-und-laser-zentrum.de

Kann ich Cellulite wegmassieren?

„Bürsten- oder Zupfmassagen und auch Peelings einer von Cellulite betroffenen Region stimulieren den Kreislauf, versorgen das Gewebe mit arteriellem Blut und regen den Lymphfluss an, was alles wiederum das Erscheinungsbild von Cellulite verbessert“, so Dr. Duve.

Fake it, Baby!

Der „Schnell straff“-Tipp: Gebräunte Haut kaschiert unliebsame Unebenheiten und lässt den Körper schlanker und ebenmäßiger aussehen. Dafür die reguläre Bodylotion einfach mit einem Bräunungskonzentrat mischen, z. B. „Addition Concentré Eclat Corps“ von Clarins (ca. 37 Euro). Hello, Knack-Po!

Funktioniert schlank cremen?

Bei regelmäßiger Anwendung können Produkte eine Verbesserung bewirken, Cellulite aber niemals komplett verschwinden lassen. Dr. Duve erläutert: „Wirkstoffe wie z. B. Koffein und Rosskastanienextrakt kurbeln die Durchblutung an und steigern den Lymphfluss. Dadurch werden Wassereinlagerungen ausgeschwemmt und verringert.“