Drama in Wüste Mexikos: Eltern verdursten für das Leben ihres Sohnes

Ornella und David Steiner tranken zu Gunsten von Enzo weniger Wasser

Die Reise von Ornella und David Steiner endete tragisch.  Gemeinsam mit ihrem Sohn Enzo machten sie einen Ausflug durch ein Naturschutzgebiet in der Wüste New Mexikos.  Die glühende Hitze von über 40 Grad sollte ihnen zum Verhängnis werden. 

Ornella, 51, und David Steiner, 42, reisten für ihr Leben gern, doch ihr Ausflug in die Wüste New Mexikos sollte ihr letzter werden. Gemeinsam mit ihrem neunjährigen Sohn Enzo durchwanderte das französische Paar das dürre Gebiet in der Nähe des White Sands National Monument. Ein fataler Fehler, wie sich wenig später herausstellte ...

Ornella und David starben für ihren Sohn

Ornella und David Steiner ließen ihr Leben für das ihres Sohnes Enzo. Unter der todbringenden Sonne in der Wüste New Mexikos drohte die gesamte Familie zu verdursten. Doch das Ehepaar trank nur jeweils einen Schluck Wasser, ihrem Jungen überließen sie die doppelte Menge - eine lebensrettende Maßnahme für den Kleinen, der wohl aufgrund seiner geringeren Körpergröße und der höheren Wasser-Zufuhr überlebte ...

Tödliche Hitze in der Wüste New Mexikos

Wie die Nachrichten-Website "Le Parisien" berichtet, war die kleine Familie aus Bourgogne, Reims, am Dienstag auf eine Tour durch den Alkali Flat Trail aufgebrochen. Ornella und David Steiner wollten, wie Tausende Touristen jedes Jahr, die hügelige und atemberaubende Wüstenlandschaft in New Mexiko bewundern. So schön aber die schier unendlichen Weiten sind, sie bergen auch große Gefahren ...

Zu dieser Jahreszeit herrschen Temperaturen von über 40 Grad. Deswegen wird Wanderern vor einer Tour in den Mittagsstunden generell abgeraten und auch sonst sollte ein Trinkwasser-Vorrat von mindestens einer Gallone (entspricht 3,8 Litern) pro Person angelegt werden. 

Ornella und David sollen laut Augenzeugen aber nur zwei 0,5er-Flaschen Wasser auf ihrem Ausflug dabei gehabt haben. Wie der neunjährige Enzo laut "Le Parisien" nach seiner Rettung den Behörden berichtet, hatte sich seine Mutter unwohl gefühlt und habe sich deswegen auf den Rückweg zum Leihauto der Familie gemacht. Enzo sei daraufhin mit seinem Vater weitergezogen, bis auch der kollabierte

Fund von Enzo reiner Zufall

Nur durch einen Zufall fanden patroullierende Ranger die Mutter bei einer Routine-Ausfahrt. Neben der Toten entdeckten sie angeblich einen Fotoapparat, der nahelegte, dass sie Frau nicht alleine unterwegs war. Wenig später fanden sie Enzo - leicht dehydriert - neben seinem leblosen Vater. 

Der Junge soll inzwischen mit seinen Großeltern zurück nach Frankreich gereist sein.