Dünn gephotoshoppt: Website "Project Harpoon" mobbt dicke Frauen

Stars wie Melissa McCarthy, Lena Dunham und Rebel Wilson gehören zu den prominenten Opfern

Lena Dunham wird nicht nur von  ... Melissa McCarthy trotzdem vor Augen führen, wie sie schlank aussehen.  Mit Hilfe von Bildbearbeitung wurde auch

Was haben Melissa McCarthy, 44, Lena Dunham, 29, und Rebel Wilson, 35, gemeinsam? Alle drei beweisen, dass man auch jenseits des allseits propagierten Schlankheitswahns in Hollywood erfolgreich sein kann. Und: Alle drei wurden jüngst Opfer einer Kampagne, die füllige Frauen auf ziemlich perfide Art und Weise bloßstellt. Die Website "Project Harpoon" will beleibten Damen mit Hilfe von Photoshop aufzeigen, wie sie schlank aussehen könnten.

 

"Project Harpoon" diskriminiert Dicke

Unzählige Beispiele der fragwürdigen Vorher/Nachher-Fotos kursieren mittlerweile schon im Netz. Auf ihnen sehen wir das Originalbild einer übergewichtigen Frau auf der linke Seite und die abgespeckte, schlanke Version, bearbeitet mit Photoshop, auf der rechten Seite.

 

 

 

 

 

 

"Project Harpoon" pickt sich aber nicht etwa nur prominente Celebritys wie Melissa McCarthy, Lena Dunham und Co. heraus, sondern auch Normalo-Frauen, die nichtsahnend Bilder von sich auf ihrer Social-Media-Plattform posten. Die Macher der Photoshop-Gruppe bedienen sich ohne Erlaubnis der Bilder und streuen diese im Netz.

"Unsere Absicht ist nicht, jemanden bloßzustellen"

Ihr angeblich so ehrenhaftes Ziel: Molligen Damen aufzeigen, wie sie mit Hilfe von Sport und einer gesünderen Ernährunsgweise aussehen könnten. Man wolle sie zu einem besseren Lifestyle motivieren, damit sie schlanker werden.

Von öffentlichem Bodyshaming will der Gründer der Plattform, Nick Baskins, aber nichts wissen. Gegenüber "People" erklärt er:

Unsere Absicht ist nicht, jemanden bloßzustellen oder zu unterdrücken. Wir bekommen Dutzende von Nachrichten pro Tag, in denen die Absender davon sprechen, wie sehr wie sie dazu inspiriert hätten, ins Fitnessstudio zu gehen und einen besser Lebensstil anzustreben.

Facebook, Instagram & Co. haben reagiert

Von jenen Tausenden Usern, die einen wahren Shitstorm gegen ihn und seine Kollegen losgetreten haben, schweigt Baskins. Denn nach der Veröffentlichung der ersten Photoshop-Fotos machten viele Betroffene ihrem Ärger auf Twitter Luft.

Facebook und Instagram haben inzwischen auf die öffentliche Bestürzung reagiert und die Seiten von "Project Harpoon" offline genommen.

Interessant: Nick Baskins wollte im Interview mit "People" weder Heimatstadt, Alter noch die Namen seiner Kollegen nennen oder ein Foto von sich zeigen.