Elefantenbeine! "AWZ"-Star Madlen Kaniuth legt sich unters Messer

OP nach langem Leidensweg: "Als ich die Diagnose gehört habe, habe ich geweint"

Oben schlank, unten mollig: Madlen Kaniuth (hier mit Freund Christian Becker) leidet unter Lipödem, im Volksmund Nun lässt sich die 40-Jährige operieren - für 16.000 Euro. Das ist es ihr wert Wunderschöne Frau: Madlen Kaniuth

Schmerzen, dicke Beine, geschwollene Knie: Das sind die Symptome von Lipödem, besser bekannt als "Elefantenbeine". Darunter leidet "Alles was zählt"-Star Madlen Kaniuth. Nach einem langen Leidensweg will sich die 40-Jährige nun kommende Woche operieren lassen. 

"Die Leute haben mir nie geglaubt, dass ich Diät mache"

„Ich habe, seit ich 16 bin, immer Diät gemacht, viel Sport. Die Leute haben mir das aber nie geglaubt“, erzählt Madlen nun in einem "B.Z"-Interview. Untenrum blieb sie immer stämmig.

Bei "AWZ" durfte sie die Kleider anlassen

Was sie nicht wusste: Sport und Diät helfen bei ihrer Krankheit nicht. „Wenn ich normal gegessen habe, hatte ich es direkt doppelt drauf. Ich hatte richtige Hemmungen. Gerade in meinem Beruf zählt das Äußere“, klagt sie. Die "Elefantenbeine" hatten enorme Auswirkungen auf ihr Privatleben: Wenn ihre Freunde schwimmen gingen, blieb Madlen zu Hause. Klamotten sucht sie nach dem Faktor „Verhüllen“ aus. Sogar Sex-Szenen wurden ihrer Figur angepasst: Sie durfte die Kleider anlassen. 

Oben eine 36, unten eine 46

Obenrum hat Madlen Konfektionsgröße 36, um Hüfte und Oberschenkel eine 46: Ihre asymmetrische Figur ist typisch für Lipödem-Patientinnen. Darunter versteht man eine chronische Störung der Fettverteilung an Beinen und Armen. Die Durchblutung sinkt, die Extremitäten schwellen an, bei Berührungen entstehen Hämatome. Im schlimmsten Fall wird das Lymphsystem irreparabel geschädigt.

Doch ihr Leiden wurde jahrelang nicht erkannt, berichtet die 40-Jährige. „Sie sind krankhaft fettleibig“, hatte ein Arzt diagnostiziert. 

"Der Psychologe meinte, ich hätte ein Problem mit meinen Eltern"

„Mich hat das alles sehr belastet“, sagt Kaniuth „Ich war irgendwann so weit, dass ich mir wegen meiner Figur psychologische Hilfe holen wollte. Der Psychologe meinte, ich hätte ein Problem mit meinen Eltern. Totaler Quatsch!“

"Als ich die Diagnose hörte, habe ich geweint"

Lange Zeit blieb die Rothaarige im Ungewissen. Des Rätsels Lösung erhielt sie bei einem Fotoshooting: „Die Fotografin sprach mich an, ob ich auch wie sie Lipödem hätte. Ich hatte davon noch nie gehört.“ Doch dann die Gewissheit: „Als ich die Diagnose hörte, hab ich geweint. Allerdings vor Erleichterung. Endlich eine Erklärung für die Schmerzen …“

Die OP kostet 16.000 Euro

Bitter: Die Krankenkasse bezahlt nur Lymph-Massagen, die nur kurz helfen. „Dauerhafte Abhilfe gibt es nur bei einem kompletten Absaugen des kranken Gewebes in Armen und Beinen. Wenn nicht alle Zellen weg sind, kommen die Schwellungen wieder“, sagt die Schauspielerin. Die aufwändige OP kostet 16.000 Euro und muss Madlen selbst bezahlen: „Früher hätte ich mir das nicht leisten können. Jetzt löse ich meine eiserne Reserve auf - aber das ist es mir alles wert …“