Reise: Monaco

Monaco Luxus (er-)leben

Monaco: Luxus (er-)leben. Das Fürstentum ist eines der teuersten Pflaster der Erde, hier sind die Reichen und Schönen unter sich. Formel-1-Rennfahrer Nico Rosberg hat OK! eintauchen lassen: In seine Welt aus Luxus und Leichtigkeit.

Es ist erst neun Uhr morgens, aber die Spätsommersonne strahlt schon kräftig auf die Terrasse des Hotels „La Porte de Monaco“. Nico Rosberg zieht sich seine Schirmmütze tief ins Gesicht. Dabei ist die Aussicht grandios: Unten schimmert das Mittelmeer, seitlich wölben sich sanfte Hügelketten – rechts die französischen, links die italienischen –, und nur einen Katzensprung entfernt streckt sich die pompöse Silhouette des Stadtteils Monte Carlo in den wolkenlosen Himmel. Nico Rosberg wohnt gleich um die Ecke.

„Monaco ist meine Heimat“, erzählt Nico. „Ich kann mir keine schönere vorstellen.“ Als Sohn einer Deutschen und der finnischen ­Formel-1-Legende Keke Rosberg wuchs Nico in einer Welt auf, die bestimmt war vom luxuriösen Ambiente des Fürstentums – und von schnellen Fahrzeugen. Er tat es seinem Vater gleich und wurde ebenfalls Rennfahrer. „Früher bin ich mit dem Bus nach Nizza in die Schule gefahren, heute rase ich auf dieser Strecke mit Tempo 320“, sagt der Williams-Pilot. Natürlich nur beim Großen Preis von Monaco, wo er dieses Jahr nach einem Unfall ausfiel.

Hier, im zweitkleinsten Stadtstaat der Welt, in dem sich die wohl glamouröseste Rennstre­cke der Formel 1 befindet, erstreckt sich auf nur zwei Quadratkilometern ein teures Pflaster mit Palästen, protzigen Villen und prunkvollen Boutiquen. Nico macht sich nicht viel daraus: „Ich schätze eher das einfache Leben.“ Auch die hohe Promi­dichte lässt ihn kalt: „Ich gehe nicht mit Tina Turner frühstücken oder mit Fürst Albert zum Abend­essen.“ Und das, obwohl die VIPs in ­Monaco, wie Claudia Schiffer, Wolfgang Joop oder ­Michael Schumacher, hier gern mal die Kreditkarte glühen oder die Korken knallen lassen.

Nico Rosberg genießt lieber die Natur und hält sich fit. „Nach dem Aufstehen gehe ich joggen, nach dem Frühstück fahre ich Mountainbike oder spiele Fußball. Und nach dem Lunch geht’s zum Schwimmen.“ Seine tägliche Laufstrecke liegt direkt am Strand von Cap d’Ail. Über einen kleinen Felsenweg gelangt man zur Bucht – und zu Nicos Lieblingsrestaurant. Ob er auch manchmal am Herd steht? „Ich koche gern, aber nicht gut. Dafür zaubert meine Freundin Menüs wie eine Sterneköchin.“ Über seine Partnerin schweigt der Gentleman. Nur so viel: Sie ist gebürtige Hamburgerin, und mit ihr geht er gern ins „Cap Marquet“, einer charmanten Mischung aus Strandbar und Gourmet-Tempel. Die hübschen türkisfarbenen Liegen laden nach dem Essen zum Entspannen ein. Hektischer geht es in den Straßen von Monte Carlo zu. Vor allem in Nicos Lieblingseinkaufs­zentrum, dem „Le Métro­pole“. Shops von Gucci, Prada, Louis Vuitton und Dior reihen sich hier aneinander. 

„Das ,Jimmy Z‘ ist schon seit Jahren einer der angesagtesten Läden der Stadt“, sagt der 23-Jährige. Im Inneren des Clubs schlürften schon sämtli­che Mitglieder der Fürstenfamilie ihren Rosé-Champagner. Nico bevorzugt Cola. Die ist mit 60 Euro noch vergleichsweise günstig.

Doch mehr noch als heiße Partys liebt Nico ruhige Abende mit Freunden. Wenn er auf seiner Terrasse Backgammon oder Poker spielt, sich die Lichter der Stadt im Meer wider­spiegeln und der Wind durch sein Haar fährt, dann sind das für ihn unbezahlbare Augen­blicke. Echter Luxus eben.

Udo Gartenbach

OK! Travel Tipps: 

Hotels

Das Dreisternehotel Columbus Monaco (DZ ab 170 Euro, www.columbus
hotels.com) gehört dem Ex-Rennfahrer David Coulthard und ist ein Traum für Design-Liebhaber. Wer nach dem Zocken direkt ins Bett fallen will, muss ins Hotel de Paris (DZ ab 525 Euro) auf dem Casino-Platz. Aber auch die Lage des La Porte de Monaco (DZ ab 225 Euro, www.marriott.com) am Yacht­hafen besticht: Man frühstückt auf einer Terrasse mit Blick auf schaukelnde Boote.

Restaurants

Den wohl besten Blick über die Dächer von Monaco bietet das La Chaumière am Rond Point du Jardin Exotique. Im Huit et Demi (Rue Princesse Caroline), wo häufig Leinwandstars dinieren, sollte man die hausgemachten Nudeln probieren. Noch höher ist der Promi-Faktor im Le Louis XV, dem Feinschmeckertempel von Alain Ducasse im „Hotel de Paris“. Millionäre und Stars wie Tina Turner und Beyoncé gehen hier ein und aus. Mit monegassi­schen Spezialitäten lockt das Castelroc am Place du Palais, und Nico Rosberg isst am liebsten im Fisch­restaurant Cap Marquet am gleichnamigen Strand.

Cafés und Clubs

Zur Orangina für 9 Euro gibt es im Café de Paris den Blick auf Luxuskaros­sen gratis dazu: Hier parken bevorzugt Ferraris und Bentleys. Nächtlicher Treffpunkt der Schönen und Reichen ist das Jimmy Z in der Avenue Princesse Grace.
Sehenswertes Exotische Pflanzen wachsen im Jardin Exotique im Stadtteil Moneghetti. Für 7 Euro können Teile des Fürstenpalasts besichtigt werden, und zum Luxus-Shopping empfiehlt sich das Einkaufszentrum Le Métropole in der Avenue des Citronniers. 

Tipps der Online-Redaktion:

Ambassador Monaco: Im Drei-Sterne-Haus in der Avenue Prince Pierre 10, unterhalb vom Prinzenpalast, ist das Doppelzimmer ab 165 Euro zu haben. Für monegassische Verhältnisse fast ein Schnäppchen!
www.ambassadormonaco.com

Rapoldi: Dieses Restaurant im Monte Carlo Beach Hotel ist einer der exklusivsten - und teuersten - Plätze beim Formel-1-Rennen. Es lohnt sich, hier einmal zu speisen, schon allein wegen der grandiosen Lage direkt am Eingang des Tunnels.
06190 Roquebrune Cap-Martin, Avenue Princesse Grace. www.montecarlobeachhotel.com

Musée Océanographique: Neben einer klassischen Sammlung präparierter Meerestiere (Highlight: ein Blauwal-Skelett) können Besucher hier ein schönes Meeresaquarium bewundern. Eintritt 12,50 Euro für Erwachsene, 6 Euro ermäßigt.
Avenue Saint-Martin, www.oceano.mc

Monaco Yacht Show: Jedes Jahr Ende September (2008: 24.-27.09.) liegen im Hafen Schiffe im Wert von mehr als zwei Milliarden Euro zur Besichtigung bereit.
www.monacoyachtshow.com