Cityguide Kapstadt

Südafrika macht sich fit für die WM

2010 findet in der Stadt am südlichsten Zipfel Afrikas die Fußball-WM statt. Eine Hochburg für Sportfreunde ist Capetown allerdings schon jetzt!

Diese Stadt vibriert! Und nicht nur wegen der Baumaschinen, die derzeit die Stahlkonstruktion des ­nagelneuen Greenpoint-Stadions fertigstellen: Kapstadt und seine Einwohner sind voller Vorfreude auf die Fußball-Weltmeisterschaft, die ab dem 11. Juni 2010 in Südafrika ausgetragen wird. Es gibt kaum einen freien Platz, auf dem nicht schon jetzt gekickt wird. Ohnehin ist Kapstadt dem Sport verfallen – auch wenn es dazu nicht immer einen Ball braucht.

Klettern steht in der 2,4-Millionen-Metro­pole gerade ebenfalls hoch im Kurs. Und zwar aufs Wahrzeichen der Stadt: Diente der über 1 000 Meter hohe Tafelberg früher Seefahrern zur Orientierung, bietet "Cape Xtreme Adventure Tours" (www.cape-xtreme.com) dort heute Tagesausflüge für Bergsteiger an. Mit professionellem Equipment und kundigen Führern kann man für 42 Euro die Steigeisen in die Felsen ram­men und den atemberaubenden Blick über die Stadt und Kap Agulhas genießen, an dem Indischer und Atlantischer Ozean aufeinandertreffen. Noch einfacher ist es, den Berg per Seilbahn (12 Euro) zu "erklimmen". Anschließend ist aber der 45-minütige "Klipspringer Walk" auf dem Tafelbergplateau ein Muss, weil es dort viele Informationen über Pflanzen und die Geschichte der Region gibt. Für Sonnenanbeter ist hingegen der Sunset Beach ideal. Der rund acht Kilometer von Kapstadt entfernte, schier endlos weiße Strand ist ein Mekka für Wellenreiter. Kite- und Windsurfer bevölkern die Bucht, aber auch Stand-Up-Paddlers (SUPs), die ihr Surfboard mit einem Paddel lenken. Diese Sportart ist besonders für Anfänger geeignet und obendrein auch noch ziemlich günstig: Für acht Euro die Stunde kann man sich ein Brett ausleihen, eine Unterrichtsstunde kostet sechs Euro. Dafür muss man lediglich den SUP Surfing in South Africa Service kontaktieren (www.supsa.8m.net). Die Mitarbeiter kommen direkt zum Strand.

Nach diesem auspowernden Sport­pro­gramm ist ein Besuch im Stadtteil Bo Kaap zum Relaxen ideal. Das Viertel ist für seine kleinen, farbenfroher Häuser bekannt, die vor allem bei Sonnenuntergang ein echter Hingucker sind. In dem kleinen Restaurant "Ginja & Shoga" (121 Castle Street) lohnt es sich, einen der hervorragenden Weine der Gegend zu genießen. Zusammen mit südafrikanischen Fischgerichten ist das ein preiswertes Verwöhnprogramm. Für den Absacker empfiehlt sich die gemütliche "Mama Afrika"-Bar (178 Longstreet), wo unter Garantie ein Fernseher läuft, der ein Fußballspiel zeigt. Schließlich ist bald WM …

Anna-Julia Meyer