Promi-Hotspot Aspen

Wo die Stars urlauben

Im Winter sind die Straßen Hollywoods wie leer gefegt. Die Superstars quetschen sich lieber durch die verschneiten Straßen von Aspen, einer Kleinstadt im US- Bundesstaat Colorado …

Für Kate Hudson, 30, ist Urlaub in Aspen ein Heimspiel. „Wir kommen jedes Jahr, weil wir hier aufgewachsen sind“, schwärmt sie. Mit „wir“, damit meint sie den Familien-Clan um Mutter Goldie Hawn und Stiefvater Kurt Russell. Aber nicht nur Kate, halb Hollywood pilgert regelmäßig in die Kleinstadt im US-Bundesstaat Colorado, 200 Kilometer von Denver entfernt. Die meisten Stars besitzen hier sogar eine der Holzvillen, die Aspens Straßen säumen. Doch es ist nicht nur die romantische Kulisse, die den Ort zum Winter-Wonderland machen.

Vier Skigebiete mit ­Pulverschnee-Garantie lassen bei Wintersportlern keine Wünsche offen. Zwischen den Gebieten kann man bequem mit Gondeln oder Shuttle-Bussen pendeln. Besonders anspruchsvolle Hänge locken in den „Aspen Highlands“, während Anfänger eher das Gebiet „Buttermilk“ (ja, das heißt tatsächlich so!) bevorzugen. Mit der steilsten ­Skipiste Amerikas wartet „Snowmass“ auf, wo – wie der Name schon sagt – auch der meiste Schnee fällt. Ein besonderer Luxus der servicebetonten Amerikaner: Die Ambassa­dors (dt. Botschafter), die an allen Pisten anzutreffen sind und nicht nur mit Rat zur Seite stehen, sondern auch kostenlose Heißgetränke und Kekse verteilen.

Wen es nicht auf die Piste zieht, der kann sich hervorragend mit Shoppingtouren warm halten. Zum Beispiel in der schicken South Galena Street, wo sich die Boutiquen von Zegna, Dior und Gucci aneinanderreihen. Hier befin­det sich auch die „Baldwin Gallery“, in der etwa Michael Douglas seine Ölgemälde kauft. Alles rund um die Fitness gibt’s in den Filialen von „Aspen Sports“. Hungrig? Im Restaurant „Olives“ im „St. Regis Hotel“ werden köstliche mediterrane Gerichte serviert. Das findet auch Naomi Campbell, die für ihren wählerischen Geschmack bekannt ist und trotzdem immer wiederkommt. Andere Promis wie Kevin Costner oder Antonio Banderas bevorzugen das „Syzygy“, das traditionelle amerikanische Küche serviert. Die Preise sind hoch, dafür ist der Blick auf den schneebedeckten Aspen Mountain atemberaubend.

Après-Ski ist in Aspen natürlich auch ein Thema. Abends trifft man sich in einer der vielen Western-Bars in der Cooper Street oder gleich im „Caribou Club“ – einer angesagten Location, die in mehrere Räume mit Bars und Tanzfläche unterteilt ist. Hier hat auch Kate Hudson ihren Junggesellinnenabschied gefeiert, bevor sie mit Chris Robinson 2000 in Aspen vor den Traualtar trat. Auch wenn die Ehe nicht hielt, kommt die Schauspielerin jedes Jahr wieder. Um sich wie zu Hause in Hollywood zu fühlen.

Markus Boden, Daniel Holzer