James Bond: Ein Quantum Trost

Rache ist bitter

James Bond: Ein Quantum Trost. Bond ist back! Mit seiner knallharten Vandetta beendet Daniel Craig endgültig den Mythos von 007 als wortkargem Gentleman-Agenten.

Jetzt ist er also endlich da. Und nach monatelangem Hype, nach Gerüchten und durchgesickerten Details muss man mal wieder feststellen: Es ist nur ein Film. Ein sehr guter, keine Frage. Aber „Ein Quantum Trost“ erfindet das Kino nicht neu. Dafür verabschiedet sich der Actionthriller, der den Vorgänger „Casino Royale“ direkt fortsetzt, ein für allemal vom Bild des eleganten, ironischen Spions. Er zeigt 007 als verbitterten, getriebenen Rächer mit Wunden an Körper und Seele.
Es geht gleich hart zur Sache. Eine sensationelle Autoverfolgungsjagd ist der Auftakt des Rache­feldzuges, mit dem Bond den Tod seiner Geliebten Vesper sühnt. Seine Suche führt ihn zu Dominic Greene (Mathieu Amalric), der mit der Organisation Quantum die Wasserreserven der Welt unter seine Kontrolle bringen will. Auch Bonds Verbündete Camille (Olga Kurylenko) hat eine Rechnung mit Greene offen …

„Ein Quantum Trost“ bricht mit vielen Traditionen. Es gibt keinen technischen Schnickschnack, keinen Sex mit dem Bond-Girl, keine Liebesgeschichte, nicht mal ein „Mein Name ist Bond. James Bond“. Aber die Action ist grandios, das Tempo atemberaubend, die Schauplätze spektakulär. Fazit: An der Kür hapert’s ein wenig, aber die Pflicht erfüllt der neue Bond mit einer glatten Eins.

 †…Eric Stahl