Kinotipp - Wie gut ist 'Der Geschmack von Apfelkernen'?

Heute läuft die Bestseller-Verfilmung mit Hannah Herzsprung im Kino an

Iris (Hannah Herzsprung) geht im verwilderten Garten auf eine schmerzvolle Reise in die Vergangenheit Iris (Hannah Herzsprung) und Max (Florian Stetter) kommen sich näher Mira (Zoe Moore) und Rosmarie (Paula Beer) spielen Die Beerdigung von Rosmarie: Inga (Marie Bäumer), Bertha (Hildegard Schmahl) und Rosmaries Mutter Harriet (Meret Becker, v.l.) Iris (Hannah Herzsprung) und Max (Florian Stetter) Das Filmplakat

2008 wurde Katharina Hagenas bittersüße Familiengeschichte "Der Geschmack von Apfelkernen" zum Bestseller. Der Roman, der die Schicksale dreier Frauen-Generationen miteinander verwebt, ging  in Deutschland seither über eine Million Mal über die Ladentheken. Jetzt wurde das Buch verfilmt - mit Hannah Herzsprung, 32, in der Hauptrolle. OK! verrät, ob sich ein Kinobesuch lohnt:

Die Story: Als ihre Großmutter Bertha stirbt, erbt die 28-jährige "Iris" (Hannah Herzsprung) das Haus der Familie in Bootshaven. Doch "Iris" ist sich nicht sicher, ob sie das Erbe annehmen soll: Zu viele schmerzliche Erinnerungen wohnen in dem alten Landhaus.

Sie bleibt – zunächst - eine Woche, streift von Zimmer zu Zimmer, auf der Suche nach den eigenen Erinnerungen und dem Vergessen. Sie durchwandert den verwunschenen, inzwischen verwilderten Garten. Sie schwimmt in einem dunklen See und küsst, ganz unerwartet, "Max" (Florian Stetter), den Bruder ihrer Jugendfreundin "Mira".

Je enger "Iris’" Beziehung zu "Max" wird, umso mehr traut sie sich an ihre eigenen, verdrängten Erinnerungen heran. Schließlich gelangt sie zu jener traumatischen Nacht, in der ihre verstorbene Cousine "Rosmarie" (Paula Beer) den Unfall hatte: Was wollte "Rosmarie" auf dem Dach des Wintergartens? Und was wollte sie "Iris" vorher noch sagen?

"Iris" lernt, dass das Erinnern nur eine Spielart des Vergessens ist, das ihr jedoch einen neuen Anfang möglich macht…

Die Schauspieler: Während Herzsprung ("Vier Minuten") als schüchterne "Iris" überzeugt, die sich und nach ihrer Vergangenheit stellt, überrascht Meret Becker als esoterisch-aufmüpfige, aber zugleich unglaublich empathische Tante "Harriet", und Marie Bäumer ("Das Adlon") als leidenschaftlich-schöne Tante "Inga". Merken muss man sich Rotschopf Paula Beer als die unbekümmert-abgebrühte "Rosmarie" und Zoe Moore als "Mira".

Fazit: Ähnlich wie dem Roman gelingt es auch der Star-gespickten Verfilmung - trotz gewisser Längen - verschiedene Zeitebenen in ein kunstvolles Puzzle zusammenzusetzen. Inmitten der idyllischen Kulisse eines Landguts in Schleswig-Holstein ist ein bewegender Film über das Vergessen und die Suche nach den eigenen Wurzeln gelungen.

Bewertung: 6 von 10 Punkten

OK! war bei der Premiere in Hamburg dabei - hier gibt's den Nachbericht!

Und hier sehen Sie den offiziellen Film-Trailer: