Kinotipp- Oscar-Favorit 'Rush - Alles für den Sieg'

Ab Donnerstag, 3. Oktober in den Kinos - Daniel Brühl erschreckend gut

Nachdem wir schon den Trailer vorstellten, kommt nun unsere Rezension. "Rush - Alles für den Sieg" ist nicht nur ein Film für Formel 1-Fans. Denn obwohl der neue Geniestreich von Regisseur Ron Howard ("A Beautiful Mind") den Anschein erweckt, er sei ein Film über den Rennsport, ist der eigentliche Kern der Geschichte ein anderer:  Das wirklich interessante an dem Drama sind die zwei grundverschiedenen Hauptcharaktere und ihre freundschaftliche Feindschaft, die sie zu einem immer giftiger werdendem Wettbewerb anspornt.

"Ich wollte mehr eine Rock'n'Roll-Dokumentation schaffen, als einen Rennfilm", sagt Howard beim Interviewtermin in Köln, kurz bevor am Abend mit seinen hoch gelobten Hauptdarstellern Daniel Brühl (Niki Lauda) und Chris Hemsworth (James Hunt) auf dem roten Teppich steht.

Das ist ihm auch gelungen. Von der ersten Szene an macht "Rush - Alles für den Sieg" so viel Spaß wie ein Musikfestival, bei dem alles erlaubt und nichts verboten ist. Man hat das Gefühl, man wird zurück in die wilden 70er Jahre und mitten auf die Rennbahn transportiert und wenn man den Kinosaal später wieder verlässt, hat man für zwei Stunden die adrenalingeladenen Leben zweier großer Männer mitgelebt.

Das hat der Film besonders Daniel Brühl, 35, zu verdanken, der die Formel 1-Legende Niki Lauda, 64, fast schon erschreckend gut spielt und zurecht as heißer Kandidat für eine Oscar-Nominierung gehandelt wird. Der österreichische Akzent, die Haltung, die Mimik - auf der Leinwand ist Daniel Brühl Niki Lauda, mit dem er vor den Dreharbeiten viel Zeit verbrachte und der begeistert ist von Brühls Schauspiel.

Tatsächlich ist Daniel der einzige aus dem "Rush"-Team, der schon vor dem Film mit dem Thema Formel 1 vertraut war:

"Für mich geht mit der Rolle schon ein kleiner  Kindheitstraum in Erfüllung und ich fühle mich wieder wie ein Junge oder Jugendlicher - genau wie ein amerikanischer Junge gerne ein Cowboy sein möchte, wollte ich auch gerne mal ein Rennfahrer sein", sagt er und gesteht nebenbei, ein Auto-Fan zu sein und zwei Oldtimer zu besitzen.

Bewertung: 8 von 10 Punkten

Hier nun noch der Trailer - aber Vorsicht, nicht zu schnell ins Kino rasen: