Clueso: Festivals sind meist etwas chaotisch´ ...

Der Draußen-Spieler

Für Clueso ist’s draußen am schönsten. Darum bereitet sich der Songwriter jetzt auch auf die Open-Air-Saison vor – mit viel Bier, Aspirin und einer Big Band.

Wenn einer mittendrin ist, dann er! Sein Live-Album „So sehr dabei“ stieg sofort auf Platz drei der Charts ein. In OK! erzählt Clueso, 29, von den Tücken der bevorstehenden Festivalsaison.

Waren Sie schon oft auf Open-Air-Festivals?
Ja, ich hatte schon ziemlich früh die ersten Auftritte. Doch zu Beginn meiner Karriere musste ich natürlich zu eher bescheidensten Zeiten auf die Bühne. Wie sonntagmorgens um 9 Uhr, vor drei Leuten. Das Gute daran: Abends konnte ich mir dann eine andere Band ansehen.

Also haben Sie die Stimmung auch auf der anderen Seite der Bühne miterlebt.
Mit Gummistiefeln, Bier und allem, was dazugehört. Das war meist chaotisch – aber schön. Ich hatte auf jeden Fall immer genügend Kopfschmerztabletten im Gepäck.

Die brauchen Sie diesen Sommer  sicher auch – bei einigen Festivals sind Sie dabei …
Ja, und ich freue mich wahnsinnig. Auf dem Southside Festival spiele ich vor Nick Cave. Allein der Gedanke, dass er die letzten Akkorde meines Songs hört, ist doch zum Niederknien!

Der Auftakt Ihrer Freiluftsaison ist das Turnfest in Frankfurt (30. 05.) mit der Big Band des Hessischen Rundfunks. Eine ganz besondere Erfahrung, oder?
Man kann sich das vorstellen wie ein dickes Auto, das man den Berg hinunterschiebt. Am Anfang ist es sehr behäbig, aber wenn der Song erst mal rollt, zieht einem die Power die Socken aus. Aber das Lustigste war, dass die Musiker sich die Noten von meinen Songs aufgeschrieben haben. Vom Album abgehört. So etwas gab es wirklich noch nie. Ich selbst kann gar keine Noten lesen! (lacht)

Passend zu Ihren Auftritten erschien gerade Ihr Album „So Sehr Dabei – Live“...  
Es ist mein erstes Live-Album, und da ich mir unsicher war, wie man das am besten produziert, habe ich alle Auftritte meiner Tour von 2008 aufnehmen lassen. Das werde ich beim nächsten Mal anders ­machen. Denn bis das ganze Material gesichtet ist, ist man ein alter Mann. Dafür gibt es auf der CD aber auch ausschließlich Highlights.

Anna-Julia Meyer