Mando Diao unplugged

Neues Album

Für MTV nahmen die fünf Rocker aus Schweden ein etwas anderes Unplugged-Album auf …

Eigentlich hatten sie damit nicht gerechnet. „Für viele Bands ist ein ­Unplugged-Album ja der erste Schritt, keine coole, junge, wilde Rockband mehr zu sein“, lacht Mando-Diao-Frontmann Björn Dixgård, 29, im OK!-Talk. „Doch das ist uns egal, wir haben eh nie in solchen Kategorien gedacht. Wir haben immer unser Ding gemacht und sehen die Anfrage einfach als das, was sie wirklich ist – nämlich eine Ehre.“ Deshalb wurde bandintern auch nicht lang gefackelt. „Klar, haben wir alle sofort Ja gesagt“, so Björn. „Doch uns war auch klar, dass wir da kein Konzert auf Barhockern geben wollen.“ Deshalb ist das neue Album der fünf Schweden etwas anders als herkömmliche Unplugged-Alben. Auf einer großen Bühne wurden spezielle Zimmer eingerichtet und mit persönlichen Gegenständen dekoriert. „Es sollte schon etwas intim sein, und gleichzeitig wollten wir den Fans etwas von unserer Entwicklung zeigen.“

Und die ist beachtlich, spielen Mando Diao mittlerweile in ausverkauften, riesigen Arenen. „Für fünf Musiker aus der schwedischen Provinz ist das nach wie vor verblüffend. Heute sind unsere Fans zwischen 15 und 50, man könnte also sagen, wir sind eine Band für jedermann“, erklärt Björn. Spätestens seit ihrem Hit „Dance With Somebody“ vor zwei Jahren sind sie das auch wirklich – und haben damit leider einen Teil ihrer urspünglichen Fan-Base verloren. „Es gibt es immer Leute, die einem vorwerfen, jetzt nur noch Kommerz zu sein, aber das ist uns egal“, sagt er. „Wir bleiben uns treu und machen die bestmögliche Musik – nur darum geht es. Wenn wir mit 70 auch noch wie die Rolling Stones auf der Bühne stehen, dann darf man uns gern den Vorwurf machen.“

Pläne in diese Richtung haben die Jungs allerdings nicht. „Mehrere von uns haben Kinder, wir sind alle um die 30, was soll man da schon groß planen?“, so Björn. „Das Wichtigste wird immer sein, dass wir weiterhin Freunde
bleiben, die sich gut verstehen und die Musik zusammen machen.“ Ein Erfolgsrezept zum Nachmachen …
 
Niklas Starnitzky