LaVive: No Sleep

Hier kommt das Debüt-Album der Popstars-Gewinnerinnen

Die CD der „Popstars“-Gewinner LaViVe klingt nach Gemischtwarenladen. Wir haben uns ihr Debüt-Album genauer angehört ...

Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man denken, die zwölf Songs des Albums seien von unterschiedlichen Bands. Mal klingen ­LaViVe nach russischer Großraum-Disco (wie bei der ersten Single „No Time For Sleeping“), dann plötzlich nach Sixties-Pop (wie bei dem bereits aus der Sendung bekannten „Empire Of Love“). Als zwölften Track gibt es den Cover-Schmusesong „I Swear“ mit allen zehn „Popstars“-­Finalistinnen.

Positiv könnte man also sagen, dass sich Sarah, Meike, Julia und Katrin von ihrer vielfältigen Seite zeigen.
Und das kann durchaus positiv sein. Denn mit solchen Rummelplatz-Rhythmen kann das Mädels-Quartett ebenso bei einer Chartshow im Fernsehen wie bei einer Betriebsversammlung in der Kleinstadt auftreten.

Doch die Band täte gut daran, künftig Vielfalt nicht mit Beliebigkeit zu verwechseln. Sonst droht ihr das gleiche Schicksal wie den anderen Castingshow-Gewinnern des Jahres 2010. Sowohl „DSDS“-Sieger Mehrzad Marashi als auch „X Factor“-Sängerin Edita Abdieski sind bereits kurz nach der Finalshow in der Versenkung verschwunden – und bisher nicht wieder aufgetaucht.
Ursprünglich war übrigens geplant, dass die Band deutsche Songs singt. Doch das war den „Popstars“-Machern letztlich  zu riskant. Vielleicht traut man sich ja mehr, wenn 2011 die zehnte Staffel startet …

Thomas Kielhorn

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