Musik-Tipp: Boombox von den Beatsteaks

Jetzt reinhören!

Die kreative Pause hat sich gelohnt: Mit ihrem sechsten Album haben sich die Berliner Rocker von den "Beatsteaks" neu erfunden.

Seit 1995 geben die fünf Jungs nun schon Gas. Und das fast nonstop. Deshalb haben sich die Beatsteaks vor den Aufnahmen für ihr neues, sechstes Studioalbum „Boombox“ auch erst mal eine für ihre Verhältnisse lange Pause gegönnt. „Zehn Jahre lang nur Platten und Tourneen“, stöhnt Gitarrist Bernd Kurtzke. „Irgendwann willst du ja auch mal nach Hause. Wenn dein Kind zu dir Onkel sagt, dann wird’s schwierig.“ Und Bassist Torsten Scholz legt nach: „Die Pause war extrem notwendig, weil wir uns die Zeit davor nur mit der Karriere befasst hatten.“ Das zeigte Spuren: „Wir waren einfach durch. Es war wichtig, von dem wegzukommen, was man die ganze Zeit macht. Um zu merken, was man daran eigentlich liebt“, so Torsten.

Doch langes Ausruhen ist nicht ihr Ding. Nach einem Dreivierteljahr juckte es wieder, man traf sich im Probenraum – der kurzerhand zum Studio wurde. „Dort machte es Boom, wie bei einem Gewitter“, so Torsten. Lässt das auch auf die musikalische Marschrichtung des Albums schließen? Da bleiben die Beatsteaks ihrem Mix aus Alternative, Ska, Rock und Punk treu. Aber: „Da werden einige Tracks drauf sein, die man in dieser Form von uns niemals erwartet hätte“, kündigt Peter an. 

Niklas Starnitzky

Themen