Emilia Clarke: Von Hitler-Reden inspiriert

Der "Game of Thrones"-Star fühlte sich "gefühllos"

Daenerys Targaryen sorgte mit ihrem Verhalten in der finalen Staffel von "Game of Thrones" bei sämtlichen Fans der Serie für Empörung. Darstellerin Emilia Clarke, 32, verriet, was ihre Figur so unausstehlich gemacht hat.

Emilia Clarke: Angst vor finaler GoT-Episode

Mit dem "Variety"-Magazin sprach Emilia Clarke über die schockierende Veränderung, die ihre Rolle Daenerys in den letzten GoT-Folgen durchlebt hat. In der finalen Episode hielt die sogenannte Khaleesi ihrer eigenen Armee gegenüber eine eindrucksvolle Rede. Sie wolle endlich den eisernen Thron besteigen und die Macht an sich reißen. Emilias Aufgabe bestand nicht nur darin, eine überzeugende Ansprache zu halten, sondern diese auch noch in einer fiktionalen Sprache vorzutragen. 

Ich musste viel Dothraki, Valyrian [fiktive Sprachen aus der Fantasy-Reihe, Anm. d. Red.], Fake-Sprachen lernen und einige Reden halten, aber bei dieser habe ich mir selbst so viel Druck gemacht,

erklärte die Britin gegenüber "Variety". Es habe sie beinahe umgebracht, jeden Abend nach einem langen Drehtag zuhause Texte in jener erfundenen Sprache auswendig zu lernen. "Ich hatte Angst, dass ich es verkacken würde."

Rolle der Diktatorin trieb Schauspielerin beinahe in den Wahnsinn

Zwei Monate lang habe sie ganze Nächte damit verbracht, sich auf die große Ansprache vorzubereiten. Irgendwann habe sie sogar mit ihren eigenen Küchengeräten geredet, um die Performance immer wieder zu perfektionieren. Mit Tränen in den Augen sei sie am Drehtag der Szene am Set angekommen. "Ich dachte: 'Ich kann das nicht. Ich kann es nicht schaffen, ohne meine Textzeilen durcheinanderzubringen.'" Dieser Moment sei für ihre Rolle ein unfassbar wichtiger Moment, den sie nicht vermasseln wollte.

Doch genau dann, als es darauf ankam, habe es direkt beim ersten Anlauf funktioniert. Vor einem Greenscreen hielt Emilia die Rede als Daenerys und überzeugte als erbitterte Diktatorin. Für den Rest des Tages sei ihr, ihr Rollen-Ich nicht mehr von der Seite gewichen, wie die Schauspielerin im Interview berichtete. Die ganze Mühe schien sich also gelohnt zu haben.

Mit Hitler-Rede zum Erfolg

Ausgerechnet das Ansehen einer Rede des Diktators Adolf Hitler habe Emilia gezeigt, wie sie in ihrer GoT-Rolle am überzeugendsten rüberkommen würde - so die 32-Jährige. Da sie selbst mit einer erdachten Sprache arbeiten musste, von der sie kein Wort verstand, entschied sie sich dazu, fremdsprachige Rhetoriker zu beobachten: "Um zu sehen, ob ich verstehen könne, was sie sagen, ohne die Sprache zu kennen. Und ja, man kann es!" 

Mit ihrem Auftritt als eiskalte Königin hat sie auf jeden Fall bei den Zuschauern der HBO-Serie einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

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