Polizeizoff um durchgeknallten Dortmunder 'Tatort'-Kommissar

'Der WDR müsste Faber eigentlich aus der Serie kippen!'

...und zertrümmerte zu Beginn gleich mal ein paar Autos Das Dortmunder

Erst drischt er mit dem Baseball-Schläger auf Autos ein, am Ende zertrümmert er seine Büroeinrichtung - zwischendurch vermöbelt er einen Verdächtigen und bedroht seine Kollegen: So erlebten die TV-Zuschauer am Sonntagabend Kommissar Faber im "Tatort", der in der ARD seinen zweiten Fall löste. Seitdem wird kontrovers diskutiert über den "Wut-Cop" - und die Polizei ist richtig wütend auf den durchgeknallten WDR-Ermittler.

"Wer sich so verhält, würde im echten Leben sofort aus dem Verkehr gezogen. Bei der Polizei hat der nichts zu suchen", erzürnt sich Arnold Pickert, designierter NRW-Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) im Kölner "Express".

Auch im Netz wird der "Tatort" vom vergangenen Sonntag, 11. November, mit dem Titel "Mein Revier", kontrovers diskutiert. Trotz aller Kritik gibt's vielerorts Lob für Faber - denn so sehr wie er polarisiert, berührt er auch. Eine tragische Vorgeschichte hat der Ruhrpott-Ermittler schließlich auch: Frau und Tochter kamen bei einem Autounfall ums Leben. 

Der 55-Jährige hat dennoch kein Verständnis für den Ermittler mit dem Psychoknacks, der von Jörg Hartmann, 43, brillant dargestellt wird - und fordert: "Der WDR müsste Faber eigentlich aus der Serie kippen."

Seine Begründung: "Wer so massive Probleme hat wie er, braucht psychologische Hilfe und keine Dienstpistole."

Auch mit den Details des Krimis geht er hart ins Gericht, kritisiert schließlich auch die Farbe der Absperrbänder: Die seien nicht schwarz-gelb, sondern rot-weiß.

WDR-Redakteurin Barbara Feiereis verteidigt "Mein Revier" hingegen: "'Tatort' ist keine Polizei-Doku und nicht die Abbildung der Polizei-Wirklichkeit, sondern ein fiktionaler Film."

Und zwar einer, der das Publikum zwar spaltet, aber immerhin nicht kalt lässt.

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