'Reality Queens auf Safari' - Gegner wollen Absetzung

Entwicklungsorganisationen werfen der Sendung ein akfrika-feindliches Bild vor

Da ist was im Busch. Die ProSieben-Show "Reality Queens auf Safari" muss sich nämlich nicht nur mit schlechten Quoten, sondern auch noch mit Protesten einiger Entwicklungs-Organisationen herumschlagen.

Während die Wüstenladies zur Zeit versuchen, sich in der Ödnis von Tansania zurechtzufinden, laufen in Deutschland die Gegner des Formats Sturm.

Denn wie "t-online" jetzt berichtet, haben sich 22 Organisationen zusammengeschlossen, um eine weitere Ausstrahlung der Sendung zu verhindern. In dem offenen Brief heißt es, dass die Sendung Vorurteile gegenüber dem ostafrikanischen Land verstärken würde.

"Das in der Sendung erzeugte Bild von Tansania und seinen Menschen ist einfältig, beleidigend und menschenunwürdig. Die Ausstrahlung der Sendung in der deutschen Medienlandschaft ist daher inakzeptabel und dass ein professionell operierendes Unternehmen mit derart medialem Einfluss wie ProSieben auf solch ein unreflektiertes Afrikabild zurückgreifen muss, ist erschreckend", heißt es.

Der Sender selbst möchte davon nichts wissen. "Es liegt uns fern, ein "neokoloniales Bild Afrikas zu zeichnen. Wir möchten in diesem Unterhaltungsprogramm besonders die Schönheit Afrikas zeigen. Dazu reisen wir quer durch das Land", erklärt ProSieben-Sprecher Christoph Körfer.

Die Sendung wird aber wie geplant fortgesetzt. Die zweite Folge läuft bereits am Donnerstag, 29. August, um 20.15 Uhr.