Ist Claudia Schiffers 'Fashion Hero' ein Flop?

Magere Quoten für den Sende-Auftakt

Könnte der TV-Coup des Jahres zum großen Fernseh-Flop werden? Am Mittwochabend, 9. Oktober, feierte Claudia Schiffer, 43, mit "Fashion Hero" ihr TV-Comeback. Doch die Quoten zeigten: Die Zuschauer haben scheinbar genug von Casting.

Nur knapp 1,2 Millionen Zuschauer wollten zusehen, wie (mehr oder weniger erfahrene) Designer um einen Platz bei Asos, Karstadt oder s.Oliver kämpfen. Zum Vergleich: "Mario Barth deckt auf" sahen 4,1 Millionen Menschen.

Dabei klang alles so anders als sonst: Nie zuvor hatte sich "La Schiffer" für ein solches TV-Projekt hinreißen lassen. Und nie zuvor wurden im deutschen Fernsehen junge und talentierte Designer gesucht, die die Chance bekommen, ihre Teile direkt in drei großen Fashion-Stores zu platzieren. 

Doch scheinbar hat das Publikum genug von derartigen Castingshows. Auch die beiden Mentoren neben Claudia, Markenkommunikations-Coach Uta Huesch und Stylist Sascha Lilic, gaben neben Expertensätzen wie "Suuupersexy - sexy is my middle name!" (Sascha Lilic), "Das ist genau mein Look, wirklich!" (Uta Huesch), "Ja, das ist toll!" (Schiffer), "sehr, sehr toll" (Lilic) wenig inhaltlich Spannendes von sich. 

Interessant wurde es allerdings, als es um den Zuschlag ging: Können die Designer die drei kritischen Einkäufer Anne Rech (Asos), Petra Winter (s. Oliver) und André Maeder (Karstadt) von ihrer zweiteiligen Kollektion überzeugen? Und wenn ja, wie viel bieten sie?

Auch wenn die meisten durchfielen ("Deutschland kauft das nicht"), hat zumindest einer überzeugt: Moderator Steven Gätjen, 41, brachte mit seinen Kommentaren etwas Schwung in die Show ("Das geht mir auf den Sack!").

Naja, und den übrigen Fashion Heroes geben wir noch eine zweite Chance. Vielleicht brauchen sie einfach etwas Zeit, um warm zu werden. Zu lange sollte es allerdings nicht dauern ...