'Wetten, dass..?' - Rassismus-Vorwürfe wegen 'Blackfacing'

Augsburger kommen verkleidet als Jim Knopf

Mit der gestrigen Ausgabe von "Wetten, dass..?", konnte das ZDF einen weiteren Rutsch nach unten noch einmal abwenden. 6,88 Millionen Zuschauer schalteten zur Vorweihnachtsausgabe am 14. Dezember ein - das sind immerhin rund 300.000 mehr als im November. Kritik gibt es jedoch an anderer Stelle. Die erst mal harmlos wirkende Stadtwette hat eine Rassismus-Debatte entfacht. 

Markus Lanz, 44, der mit der Samstagabendshow in Augsburg zu Gast war, hielt dagegen, dass sich bis zum Ende der Show 25 Augsburger in der Halle einfinden würden, die sich geschminkt und gekleidet hätten wie der dunkelhäutige Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer - beides Figuren aus der Augsburger Puppenkiste.

Lanz verlor seine Wette, mehr als 25 Augsburger waren seinem Aufruf gefolgt und feierten ihren Sieg. Parallel entbrannte auf Twitter eine Debatte ums "Blackfacing". Wegen der dunkel geschminkten Gesichter sah sich das ZDF mit Rassismus-Vorwürfen konfrontiert,. 

Der öffentlich-rechtliche Sender verteidigte sich: Jim Knopf und Lukas seien Figuren aus den "erfolgreichsten und beliebtesten Kinderbüchern Deutschlands". Der Aufruf, sich als ihre Stadtmaskottchen zu verkleiden, sei nicht mit dem in der Internetkritik immer wieder erwähnten „Blackfacing“ in Verbindung zu bringen.