Nach Shitstorm - Sender ändert Regeln der 'Millionärswahl'

Eklat nach Aus von Ralf Zanders - Wird die erste Show jetzt wiederholt?

Das Aus von Ralf Zanders sorgt für Wirbel im Netz. Der Verlierer versucht via Facebook, die Wogen zu glätten Ralf Zanders avancierte zum Publikumsliebling - schied aber dann überraschend aus Obwohl ihn die Zuschauer rauswählten, kam Breakdancer Benedikt weiter Das Abstimmungskonzept der Sendung steht massiv in der Kritik. ProSieben will es nun ändern Heute gibt's bereits die zweite Show der

Eklat nach der gestrigen ersten Show der "Millionärswahl", die zuvor als "erste demokratische Millionärswahl im deutschen Fernsehen" angekündigt worden war. Denn ausgerechnet das Abstimmungskonzept dieser Show steht nach dem überraschenden Aus des Publikumssiegers Ralf Zanders massiv in der Kritik (OK! Online berichtete). Nun zog ProSieben erste Konsequenzen.

Die Facebook-Seite der Show wird immer mehr als Plattform der Entrüstung genutzt, wütende und empörte Kommentare häufen sich.

"Demokratie man siehts, wir als Zuschauer vergeben 7 Punkte von 28! Typisch TV!", ereiferte sich ein User.

Ein Anderer motzte: "Diese Abstimmungethode war ja wohl der größte Witz der Fernsehgeschichte! Herzlichen Glückwunsch zu diesem Eigentor. Werde diese Sendung sicher kein zweites Mal schauen!!!"

Aber der Reihe nach: Das Voting-Ergebnis setzte sich aus den Stimmen von Publikum, Online-Community und den Kandidaten selbst zusammen. Dabei sprach die Abstimmung von Fernsehzuschauern und der Community eine mehr als deutliche Sprache: 14 von 14 möglichen Punkten gingen jeweils an Kandidat Ralf Zanders, der mit der Million seinem Patenkind Neele helfen wollte, das unter einer seltenen Erbkrankheit leidet.

Doch alles änderte sich sich, als die sieben Teilnehmer selbst mit der Punktevergabe an der Reihe waren. Womit niemand rechnete: Der eigentlich abgeschlagene Breakdancer Benedikt kam weiter, obwohl Zuschauer und Community ihn rausgewählt hatten.

Es hagelte nicht nur Buhrufe, ein regelrechter Shitstorm entbrannte. Um die Wogen zu glättem, richtete ProSieben noch am selben Abend ein Spendenkonto für das kranke Patenkind ein und postete dies auf der Facebook-Seite mit den Worten: "So, und jetzt gehen wir alle mit ruhigem Gewissen schlafen."

Doch auch dieser Versuch scheiterte, von "Volksverarsche" war die Rede.

ProSieben zieht nun die Reißleine: Auf Anfrage von "Meedia" bestätigte der Sender, dass die Spielregeln der "Millionärswahl" geändert werden. Wie genau, ob die erste Sendung mit neuen Regeln wiederholt wird und ob Breakdancer Benedikt in das Finale einziehen darf oder nicht, dazu hat sich der Sender bislang noch nicht geäußert.

Zanders zeigte derweil, dass er ein guter Verlierer ist, und stellte sich hinter die Show:

"Benedikt hat es verdient, eine Runde weiter zu kommen. Wir hatten uns schon Mitte November kennen gelernt und ich fand ihn und sein Projekt von vorne rein sympathisch! Sein Projekt ist ein Gewinn für die Jugendarbeit. Für uns ist die Show ein großer Gewinn - wir haben viele neue Kontakte aufgebaut und danken allen, die uns auf unserem Weg bei 'Millionärswahl' begleitet und unterstützt haben! Wenn wir jetzt durch Spenden allein das Bad für Neele behindertengerecht umbauen können ist das einfach genial!“"

Unterstützt "Ralf Zanders - Alles für Neele" weiter über folgendes Spendenkonto:
Neele-EV
Volksbank Krefeld eG 320 603 62
Kontonummer: 333 333 333"

Ob der Imageschaden noch abgemildert werden kann? Die User sind skeptisch:

"Auch wenn ihr jetzt die Regeln ändert oder das Spendenkonto auf Facebook postet, ändert es nichts daran, dass die Show zum Desaster geworden ist. Keine PR der Welt kann euch jetzt mehr retten. Und wisst ihr was? Zu recht."

Viele fordern nun, die Einnahmen des ersten Telefonvotings der kleinen Neele zu spenden.