Krass! ProSieben & Sat.1 setzen 'Millionärswahl' ab!

Nach heftiger Kritik und miserablen Quoten zieht der Sender die Notbremse

Auweia, DAS ging daneben: ProSieben hat die heftig kritisierte neue Show "Millionärswahl" mit sofortiger Wirkung abgesetzt.

Als "erste demokratische Millionärswahl" war die ProSieben-Sat.1-Show angekündigt worden, doch das Verfahren wurde zur Farce. Auf die heftige Zuschauer-Kritik daran reagiert der Sender - und zeigt nun Ersatzfilme.

Wie ein ProSiebenSat.1-Sprecher heute, 13. Januar, gegenüber DWDL.de bestätigte, waren die beiden ausgestrahlten Shows am vergangenen Donnerstag und Freitag die einzigen beiden, die noch wie geplant über die Sender gegangen sind.

Denn der geplanten sechs weiteren Live-Shows mit dem Finale am 31. Januar wird es nur noch zwei weitere Sendungen geben - und die sehen völlig anders aus als geplant.

Am kommenden Samstag - statt Donnerstag - zeigt ProSieben im Schnelldurchlauf alle im Wettbewerb verbliebenen 35 Kandidaten. Die Sendung wird jedoch keine Show - gezeigt werden nur die vorproduzierten Einspieler zu den jeweiligen Kandidaten. Statt um 20.15 wird erst um 22.15 Uhr gesendet.

Bis zum Sonntag um 18 Uhr haben die Zuschauer dann online und per Telefon die Gelegenheit, abzustimmen. Eine Woche später, am Samstag, den 25. Januar, gibt es dann bei ProSieben ein Live-Finale im Rahmen einer Show mit Publikum. Wer letztlich die eine Million Euro mit nach Hause nehmen darf, klärt sich ebenfalls zu späterer Stunde ab 22.15 Uhr.

Für Sat.1 ist die nach dem Erfolg von „The Voice“ als gemeinsame Show geplante „Millionärswahl“ damit schon beendet.

Die Entscheidung sei aber nicht nur wegen schlechter Kritiken gefallen, sondern auch wegen einer miserablen Einschaltquote, heißt es.

Die Premiere auf ProSieben hätten noch 1,89 Millionen Zuschauer gesehen. Nach dem Shitstorm hatte man noch versucht, die Wogen zu glätten, indem man ein neues Voting-System einführte - doch vergebens: Die zweite Sendung am Freitag auf Sat.1 nicht mal mehr eine Million. Für Kritik hatte vor allem ein völlig absurdes Abstimmungssystem gesorgt.

So wurde der Führende bei der ersten Sendungkurz vor Schluss gestürzt. Eigentlich hätte das Votum der Zuschauer und der Internet-Community den Ausschlag geben sollen. Tatsächlich sorgte das finale Votum der Kandidaten im Studio aber für ein gänzlich anderes Ergebnis.