Wok WM - Misserfolg für Entertainer Stefan Raab

Joey Kelly und Jamaika sind die überraschenden Sieger

Zum zwölften Mal fand am Samstagabend, 8. März, die Wok WM statt und lockte acht Nationen noch einmal in die Kälte. Für Stefan Raab, 47, der 2003 durch eine Wette die winterliche Tradition ins Leben rief, verlief der Abend am Königssee jedoch nicht optimal.

Im Einer-Wok war der Favorit für den Siegertitel eigentlich der ehemalige Profi-Rennrodler Georg Hackl, 47, alias Hackl Schorsch, der bereits neunmal die Goldmedaille abräumte. Doch von den zehn Fahrern war es Joey Kelly, 41, der bereits in der ersten Runde eine nicht zu toppende Zeit fuhr.

Fairer Sieg

"Ich habe mit fairen Mitteln gewonnen", betonte Joey Kelly nachdem er Hackl auf den zweiten Platz drängte. Anders als in den letzten Jahren mussten diesmal nämlich alle in einem einheitlichen Wok fahren. Dass Hackl Schorsch die letzten Jahre den ersten Platz einheimste, mag deshalb sehr wahrscheinlich an den ausgefallenen Verbesserungsmaßnahmen an seiner Asia-Pfanne gelegen haben.

Raubtierfelle brachten kein Glück

Stefan Raab wurde alleine nur Sechster, war damit aber immerhin noch weiter vorn als Elton, welcher mit Ibuprofen gedopt hatte. Da war der Show-Master sich mit seiner glamourösen Aufmachung wohl des Sieges zu sicher. Raubtierfelle und ein Lichtkranz um den Kopf konnten ihn nicht aufs Siegertreppchen bringen.

Nicht besonders geschickt war der Einer-Wok-Neuling Eko Fresh, 30. Der deutsch-türkische Rapper fuhr rückwärts über die Kunsteisbahn, bis der Wok stehen blieb. Also lief er über die Ziellinie und wurde schon nach der ersten Runde disqualifiziert. Aber er gab sich gelassen: "Das ist nicht schlimm, solange ich besser rappen kann", erklärte er später gegenüber Moderator Steven Gätjen, 41.

Sotschi-Verlierer überraschen

Auch im Vierer-Wok verlief nichts, wie erwartet: Stefan Raab schaffte es mit seinen Teammitgliedern Felix Loch, 24, Steffen Henssler, 41, und Manuel Machata, 29, nicht, den dreifachen Titel zu verteidigen, sondern musste sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Überraschend gewann das jamaikanische Bobteam mit Marvin Dixon, 30, welche noch in Sotschi auf dem letzten Platz gelandet waren.

Da war Stefan Raab sicher enttäuscht, weiß man doch, wie gerne er gewinnt. Quotenmäßig lief es auch nicht gut für den Show-Master, denn die WM hatte nur knapp 1,9 Millionen Zuschauer und damit noch 40.000 weniger als im letzten Jahr.