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Manuels Let's-Dance-Blog - 'Carmen erinnert an Miss Piggy'

Exklusiv: Das sagt der Vorjahressieger Cortez zur zweiten Show!

Carmen Geiss und Christian Polanc Manuel Cortez weiß, wie man die Cindy Berger und Marius Lemure sind nicht mehr dabei

Die Promis wirbeln endlich wieder übers RTL-Parkett - und Vorjahressieger Manuel Cortez, 34, bloggt exklusiv für OK! Online seine ganz persönlichen Ansichten zur Tanzshow! Lest hier Teil 2 seiner "Let's Dance"-Kolumne:

Da war sie, die zweite „Let’s Dance“-Show und nach dem erfolgreichen Auftakt war die Erwartungshaltung natürlich auch dementsprechend hoch. Ich fand sie sehr schön! Man merkt in diesem Jahr deutlich, dass neue Ideen und kreative Einflüsse am Start sind. Die Openings waren absolut gelungen, viel moderner als früher, was mir extrem gut gefallen hat. 

Auch, dass es etwas Neues gibt, in Form vom Contemporary (zeitgenössischer Tanz), fand ich supergeil. So was hätte ich mir letztes Jahr auch gewünscht. Es macht wahnsinnig viel Spaß, ihn zu tanzen, ist aber auch schwer - wie man gesehen hat. Ansonsten ist das Niveau aller Tänzer sehr interessant. Ich finde aber auch, dass sich noch nie so schnell die zwei Finalisten herauskristallisiert haben wie in dieser Staffel. Also für mich sind das nach wie vor, ganz klar, Alexander Klaws und Larissa Marolt.

Alexander Klaws:
Alexander ist allen anderen wirklich meilenweit voraus und haushoch überlegen. Er hat, meiner Meinung nach, sogar besser getanzt als seine Profitänzerin Isabel, und so etwas muss man(n) erst mal hinkriegen als Nicht-Profi. Er war energetischer als sie, er war einfach besser! Ich meine, schrittemäßig war sie zwar sauberer, aber er war energietechnisch und ausdruckstechnisch besser, und das ist echt krass...  

Also ehrlich, er hat meinen größten Respekt. Da merkt man erst mal, wie viel dieser Mann da eigentlich mitbringt, und es ist wirklich eine Freude, ihm zuzugucken.

Bei Tanja ist alles etwas hölzern

Tanja Szewczenko:
Sie hat nach wie vor ein wirkliches Talent. Man merkt die sportliche Leistung bei ihr - und auch wenn ich sonst mit Herrn Llambi nicht immer einer Meinung bin, geh' ich da diesmal voll mit, dass noch mehr an Sicherheit und Vertrauen kommen muss.

Man merkt bei allen, dass es die zweite Show war: Wenn nicht getanzt wird, wird noch viel auf die Partner geguckt und rumgestanden. Aber das war bei ihr jetzt gar nicht so schlimm. Sie hat das eigentlich gut gemacht und auch eine sehr gute Choreografie hingelegt. Es ist alles noch ein bisschen hölzern und sie ist noch nicht so sicher auf dem Parkett wie auf dem Eis.

Es fehlt das blinde Vertrauen, welches zum Beispiel Alexander Klaws mitbringt. Er fühlt sich auf den Brettern einfach wie nackt in der Wanne!

Dirk Moritz:
Dirk war heute der Erste mit dem Contemporary. Dies ist ein sehr, sehr, sehr schwieriger Tanz. Es gibt da auch wirklich nur zwei Wertungen für: Entweder tanzt man ihn total scheiße oder aber total gut. Es gibt ganz selten etwas dazwischen, deshalb ist es auch ein sehr undankbarer Tanz für die zweite Show.

Ich hätte ihn, ehrlich gesagt, erst viel später gebracht, wenn mehr Körperspannung vorhanden ist. Contemporary ist selbst für erfahrene Tänzer nicht einfach und ich habe an diesem ganzen Abend nicht einen einzigen wirklichen Contemporary gesehen. Der einzige Tanz, der ansatzweise in diese Richtung ging, war der von Larissa. Da wurde wirklich mit Ausdruck getanzt und auch einige Bewegungen waren vorhanden die aus dem Contemporary kamen.

Aber Dirk Moritz war gar nicht so schlecht. Er hat mit viel Gefühl getanzt und auch er muss einfach sicherer auf dem Parkett werden. Da waren noch zu viele Momente, wo man merkt, dass er aus dem Tanz raus- und nicht sofort wieder reinkam. Das sind halt so Sachen, die man spürt. Dennoch fand ich aber, dass Dirk sich seit dem letzten Mal gesteigert hat. Er wirkte viel sicherer und hat sich mehr Mühe gegeben, als manch andere, die eine wesentlich höhere Punktewertung bekommen haben und ich finde, dass er auch dieses Mal nicht fair bewertet wurde. 

Carmen hat einen hohen Unterhaltungsfaktor

Carmen Geiss:
Carmen Geiss macht einen soliden Unterhaltungsjob. Ihr Tanz, der Slowfox, war völlig in Ordnung. In den Armen von Christian Polanc ist sie sehr sicher, man merkt aber, dass sie diese Arme sehr braucht. Ohne ihn ist sie doch etwas aufgeschmissen, lost und auch noch sehr wackelig auf den Beinen. Ihr fehlt die Körperspannung, aber das ist reine Trainingssache. Sie schlägt sich aber so gesehen nicht schlecht und sie ist ein unterhaltsamer Aspekt dieser Sendung, den ich nicht missen möchte. 

Wo ist Kermit?

Nebenbei bemerkt...  ich finde... und das ist jetzt wirklich sehr nett gemeint: Gerade heute in ihrem pinken Kleid erinnerte sie mich unfassbar an Miss Piggy, und das ist KEINE Beleidigung, aber wie sie den Kopf so bewegt in ihrem pinken Kleid, da musste ich einfach denken: „Wo ist Kermit?“

Und das ist wirklich lieb gemeint, sie ist sehr unterhaltsam und tut der Sendung extrem gut.

Cindy Berger:
Die Leistung von Cindy Berger und Marius war gar nichts, was eigentlich auch zu erwarten war. Da kommt jetzt das Alter dem Tanz in die Quere. Einen Contemporary kann man in diesem Alter nicht mehr tanzen, das ist einfach nicht möglich. Wenn sie vielleicht heute einen anderen Tanz gewählt hätte, bei dem sie sich voll und ganz auf ihren Tanzpartner hätte einlassen können, dann hätte sie vielleicht mehr erreicht.

Bernhard Brink:
Berhards und Sarahs Tanz war eigentlich genauso wenig, nämlich nix! Und deshalb finde ich es auch nicht fair, dass er da jetzt weiter ist, aber im Endeffekt war er doch ein bisschen besser als Cindy. Er hat sich gesteigert. Er hat es besser gemacht als letztes Mal, ist aber immer noch weit entfernt von irgendeiner guten tänzerischen Leistung.

Er war auch heute nicht ganz so Entertainer und man hat auf jeden Fall gemerkt, dass er sich mehr aufs Tanzen konzentriert hat, was der Sache ganz gut getan hat.

Larissa ist voller Leidenschaft

Larissa Marolt:
Sie sehe ich wie eben schon gesagt nach wie vor mit Alexander Klaws im Finale. Sie ist Alex zwar technisch weit unterlegen, wobei das allerdings alle sind. Aber sie ist die Einzige, die wirklich mit Inbrunst tanzt. Sie sagt selbst, dass sie ein Arbeitstier ist, und das sieht man auch. Es fehlt noch einiges an Ausdruck und Körperspannung, aber sie hat es zum Beispiel als Einzige geschafft, in den Contemporary eine Emotion reinzulegen.

In den Armbewegungen steckten Kraft und Leidenschaft, da war ein Spiel zwischen Mann und Frau, was ich geglaubt habe und was tänzerisch auf jeden Fall einen Ansatz hatte, der sehr gut war.

Alexander Leipold - mehr gestanden als getanzt

Kommen wir zu Alexander Leipold und Oana, die letztes Mal einen sehr guten Tanz hingelegt haben. Dieses Mal sah es aber eher nach Ringelpietz mit Anfassen aus. Er hat eigentlich mehr gestanden als getanzt. Da fehlte die Power, da fehlte die Kraft und ich denke da sieht man wieder den großen Unterschied zwischen Latein und Standard.

Es fällt vielen Männern einfacher, den Standard zu tanzen, weil sie da im Rahmen sind. Er hatte schon sehr viel Energie, aber da war kein Bums drin. Er guckte oft ziemlich unsicher auf sie, die natürlich, wie immer, bildschön aussah, aber er hat tänzerisch nicht wirklich viel gemacht.

Lilly Becker:
Lilly Becker und Erich wurden sehr gelobt, was ich nicht nachvollziehen kann. Ich fand, sie hing da wie ein Schluck Wasser in der Kurve. Sie hatte überhaupt keine Körperspannung und sie war, meiner Meinung nach, eine der schlechtesten Tänzerinnen an diesem Abend. Sie hat das eine oder andere schon gut gemacht und Erich rettet auch wahnsinnig viel, aber sie stand größtenteils nur in der Gegend rum.

Sie sieht natürlich gut aus, wenn sie da so steht, aber diese hohen Punkte, die sie bekommen hat, finde ich nicht gerechtfertigt.

Die Jury ist so nett wie nie

Unsere Jury war wieder sehr sachlich und nett. Bisher kamen noch keine wirklich bösen Sachen und ich habe von niemandem gehört: „Das war scheiße“. Aber es war ja auch erst die zweite Sendung. Ich finde Herrn Llambi dieses Mal wirklich sehr, sehr gut. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich nicht selbst da vorne stehen muss… :)

Ansonsten bin ich happy und vor allem gespannt auf die nächste Show, mit den Klassikern der Filmgeschichte, in der wir dann vielleicht das „FRIDAY NIGHT FEVER“ erleben werden.

Bis dann, euer Manuel

Hier lest ihr Teil 1 von Manuels Let's-Dance-Blog!